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Pãcina ist eines der emblematischsten Weingüter der natürlichen Toskana, eingebettet in Castelnuovo Berardenga, in der Nähe von Siena, an der Grenze zwischen Chianti Classico und Chianti Colli Senesi. Rund um ein altes Kloster bauen Giovanna Tiezzi und Stefano Borsa Sangiovese und andere autochthone Rebsorten auf einem lebendigen Gut an, wo Weinreben, Olivenbäume, Getreide und Wälder in perfektem Gleichgewicht koexistieren. Als Pioniere des Naturweins seit den 1980er Jahren erzeugen sie reine Weine ohne Zusatzstoffe mit großem Lagerungspotenzial, wie ihr rustikaler und tiefgründiger Sangiovese zeigt.
Pãcina ist ein geschichtsträchtiger Ort, lange bevor es ein Weingut war. Auf diesem Anwesen östlich von Siena wird seit der Zeit der Etrusker Weinbau betrieben, und im neunten Jahrhundert wurde dort ein Kloster errichtet. Das Anwesen befindet sich seit 1933 im Besitz der Familie von Giovanna Tiezzi, weitergegeben über fünf Generationen mit einer tiefen ökologischen Sensibilität.
Giovanna, begleitet von ihrem Mann Stefano Borsa, einem ausgebildeten Agronomen, hat dieses Familienwerk fortgeführt und erweitert. Bereits zu Beginn der 1980er Jahre wird das Weingut biologisch bewirtschaftet, und ab 1984 werden die Weine mit sehr wenigen Eingriffen, ohne Zusatzstoffe und ohne zugesetzten Schwefel abgefüllt, was Giovanna und Stefano zu Pionieren des Naturweins in Italien macht. Heute führen ihre Kinder Maria und Carlo das Abenteuer weiter und machen Pãcina zu einem Ort des Lebens, der Freude und der Artenvielfalt.
Das Weingut erstreckt sich über etwa fünfundsechzig Hektar, von denen nur zehn bis elf Hektar Rebfläche umfassen; der Rest wird von Olivenbäumen, Getreide, Linsen, Dinkel, Kichererbsen, Freiflächen und Wäldern eingenommen. Diese kulturelle Vielfalt und die Erhaltung der Ökosysteme bilden das eigentliche Fundament der Philosophie von Pãcina, wo das vorrangige Ziel darin besteht, die Erde und ihren natürlichen Reichtum zu schützen.
Die Reben, auf sandigen und tonigen Böden im südlichen Teil des Chianti gepflanzt, profitieren von einer oft windigen Lage, die den Rebstock vor den starken Sommerhitzen der Toskana schützt. Die Rebsorten, aus Massenselektionen stammend, sind überwiegend autochthon: an erster Stelle der Sangiovese, begleitet von Canaiolo, Ciliegiolo, Colorino, Trebbiano Toscano und Malvasia del Chianti, sowie einem kleinen Syrah-Parzell. Die biologische Bewirtschaftung schließt jegliche chemische Produkte aus und erlaubt an der Rebe nur Kupfer und Schwefel.
In Pãcina waren natürliche Prozesse stets die Norm. Der Keller, ein wahres historisches Monument, das sich über drei Ebenen in den Boden erstreckt, beherbergt vollständig spontane Gärungen, die ausschließlich von einheimischen Hefen geleitet werden. Die Mazerationen sind lang, manchmal bis zu sechs Wochen auf den Schalen, und die Weine erfahren keinerlei Eingriffe außer der akribischen Sorgfalt von Stefano.
Die Reifung erfolgt je nach Cuvée in Zementtanks, in großen Eichenfässern, manchmal in Barriques oder in Akazien- und Kirschholzfässern. Die Weine ruhen anschließend viele Monate in der Flasche, bevor sie vermarktet werden. Sie werden weder geschönt noch filtriert, und der Schwefeleinsatz ist minimal oder gar vollständig absent. Das Ergebnis ist ein lebendiger Wein, der die Identität des Ortes vollständig widerspiegelt und eine erstaunliche Alterungsfähigkeit offenbart.
Pacina: die emblematische Cuvée des Weinguts, ein von Sangiovese dominierter Verschnitt, ergänzt durch Canaiolo, Ciliegiolo und Colorino. Nach einer Maischestandzeit von etwa sechs Wochen in Zement wird der Wein mehrere Monate im Tank und anschließend vierzehn Monate in großen Eichenfässern ausgebaut, bevor er noch mindestens achtzehn Monate in der Flasche ruht. Es ist die tiefe und zeitlose Vision eines natürlichen, strukturierten, eleganten Chiantis, der auf eine nahezu unendliche Lagerfähigkeit ausgelegt ist.
Villa Pacina: reinsortiger Sangiovese, vollständig in Zement ausgebaut, roh und lebendig. Entrappung, spontane Gärung und Maischestandzeit von etwa einem Monat, anschließend zwölf Monate Ausbau in denselben Behältern. Knackig, salzig und angenehm tannisch, verkörpert er die Quintessenz des Sangiovese zwischen Frucht, Frische und Textur, mit einem sehr langen Abgang.
Donesco: Rotwein der Weingüter, im selben natürlichen Geist vinifiziert, der den Charakter des Sangiovese und die Typizität des Terroirs von Pãcina aufrichtig ausdrückt, in einem zugleich fruchtigen und schmackhaften Stil.
Secondo di Pacina: unmittelbarere und zugänglichere Interpretation des Sangiovese, konzipiert, um das Vergnügen des Weins von Pãcina in einer geschmeidigeren und genussreicheren Version zu bieten.
Pachna: reinsortiger Sangiovese-Rotwein aus Spätlese, in großen Eichenfässern ausgebaut, der einen reiferen und konzentrierteren Ausdruck der emblematischen Rebsorte des Weinguts bietet.
Malena: Cuvée aus einem Verschnitt roter Rebsorten, die das Sortiment mit einer ergänzenden und originellen Interpretation des Weinbergs von Pãcina bereichert.
La Cerretina: Weißwein aus Maischestandzeit, ein gleichmäßiger Verschnitt aus Trebbiano Toscano und Malvasia del Chianti. Spontane Gärung und mehrere Tage Maischestandzeit auf den Schalen, anschließend etwa vierzehn Monate Ausbau in alten Eichen-, Akazien- und gelegentlich Kirschholzfässern, ohne zugesetzten Schwefel. Reich und salzig, durch eine lebhafte Säure ausbalanciert, entfaltet er Aromen von Heu, Heilkräutern, Honig und Wildblumen.
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