Nicolas Joly Savennières Clos de la Bergerie 2024
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Der Clos de la Coulée de Serrant: mythisches Monopol im Besitz von Nicolas Joly
Der historische Weinberg des Clos de la Coulée de Serrant, eine Ikone des Val de Loire und von Savennières, wurde im Jahr 1130 von Zisterziensermönchen bepflanzt. Nicolas Joly hält ihn als Monopol, und seine Fläche beträgt 7 ha. Tatkräftig unterstützt von seiner Tochter Virginie, setzt das domaine de la Coulée de Serrant seit 1984 auf einen natürlicheren Ansatz, und der gesamte Weinberg wird nach den Prinzipien der Biodynamie bewirtschaftet. Die hier gepflanzten Chenin-Reben sind 40 bis 80 Jahre alt und liegen am Ufer der Loire auf nach Süden/Südosten ausgerichteten Hängen, die teilweise spektaculär steil sind.
Das domaine Nicolas Joly – Coulée de Serrant nimmt eine besondere Stellung in der französischen Weinlandschaft ein. Die Coulée de Serrant bildet allein eine kontrollierte Herkunftsbezeichnung von nur 7 Hektar, deren Reben 1130 von Zisterziensermönchen gepflanzt wurden. Dieses familiengeführte Monopol, auf steilen Hängen hoch über der Loire gelegen, produziert ausschließlich Chenin Blanc auf rotem Schieferboden. Seltenheit, Alter und die Einzigartigkeit des Terroirs machen ihn zu einem außergewöhnlichen weißen Loirewein, der seit Jahrhunderten von den größten Kennern gelobt wird.
Das domaine Nicolas Joly umfasst insgesamt 15 Hektar und produziert ausschließlich Weißweine aus der Rebsorte Chenin. Drei Cuvées werden dort in kleinen Mengen hergestellt: die Coulée de Serrant (AOC Savennières Coulée de Serrant), der Clos de la Bergerie (AOC Savennières Roche-aux-Moines) und Les Vieux Clos (AOC Savennières). Jede drückt eine andere Facette dieses außergewöhnlichen Terroirs aus, mit einer aromatischen Komplexität, die von kandierten Zitrusfrüchten über Honig und Bienenwachs bis hin zu mineralischen Schiefernoten reicht.
Die Weine des domaine Nicolas Joly – Coulée de Serrant zählen zu den lagerfähigsten trockenen Weißweinen Frankreichs. Ihr Reifepotenzial ist bemerkenswert: von 10 bis über 30 Jahre je nach Jahrgang, mit einer Entwicklung hin zu Aromen von Trüffel, Rauch und Honig. Im Keller gewinnen die Weine allmählich an Tiefe und Komplexität und entfernen sich von ihren jugendlichen Aromen, um die ganze mineralische Kraft des Schiefer-Terroirs zu offenbaren. Geduld und Belüftung sind die beiden Schlüsselwörter, um sie vollständig zu genießen.
Nicolas Joly war einer der ersten Winzer, der die Biodynamie in Frankreich bereits in den 1980er Jahren einführte und verteidigte. Seit 1984 wird das gesamte domaine nach den Methoden der biodynamischen Landwirtschaft bewirtschaftet. Dieser Ansatz, inspiriert von den Arbeiten Rudolf Steiners, schließt jegliche chemische Düngemittel, Pestizide oder synthetische Herbizide aus. Er zielt darauf ab, die Böden lebendig zu halten und das Terroir frei zum Ausdruck zu bringen, was Nicolas Joly zu einer weltweiten Referenzfigur im natürlichen Weinbau gemacht hat.
Die Bewirtschaftung des Weinbergs ist bewusst handwerklich und respektvoll. Die Chenin-Reben, 40 bis 80 Jahre alt, liegen am Ufer der Loire auf Hängen mit Süd-/Südost-Exposition, deren Neigungen mitunter beeindruckend sind. Der Weinberg wird zum Teil von Hand und mit Pferden bewirtschaftet, mit einem durchschnittlichen Ertrag von nur 20 bis 25 Hektoliter pro Hektar. Die Weinlese erfolgt in mehreren aufeinanderfolgenden Durchgängen, um die optimale Reife der Trauben zu erreichen, darunter ein Anteil botrytisvefallener Trauben, der den Weinen ihre charakteristische Komplexität verleiht.
Der Reichtum und die mineralische Spannung der Weine des domaine Nicolas Joly – Coulée de Serrant verlangen nach Speisen von einer gewissen Großzügigkeit. Dieser komplexe Wein harmoniert hervorragend mit Gerichten, die reich an Textur und Geschmack sind: gebratenes Geflügel, Pilzrisottos, Süßwasserfisch in Sauce, Trüffelgerichte oder charakterstarke Käsesorten. Bei reiferen Jahrgängen, die Noten von Wachs und Gewürzen entwickeln, offenbaren Kombinationen mit Foie-gras-Zubereitungen oder gebratenen Jakobsmuscheln eine besonders elegante Harmonie.
Die Geschichte dieses Ortes beginnt 1130, als sich Zisterziensermönche auf der Anhöhe über der Loire niederlassen, dort ein Kloster errichten und Reben pflanzen. Ihre Intuition erwies sich als richtig: Der Hang der Coulée de Serrant wird seither ununterbrochen bewirtschaftet – seit fast neun Jahrhunderten. Die Weine dieses Ortes wurden über die Jahrhunderte gerühmt, unter anderem von Ludwig XI. und später Ludwig XIV. Im 20. Jahrhundert erhielt die Coulée de Serrant den überaus seltenen Status einer kontrollierten Herkunftsbezeichnung mit nur einem Eigentümer, wie ihn auch einige wenige berühmte Lagen wie Romanée-Conti, La Tâche oder Château-Grillet besitzen.
Die Familie Joly erwarb das Château de la Roche aux Moines und seine umfriedeten Weinberge in den 1960er-Jahren. Nicolas Joly schlug zunächst eine ganz andere Laufbahn ein: Er arbeitete im internationalen Finanzwesen in Nordamerika und London, bevor er Ende der 1970er-Jahre alles aufgab und 1978 das Familienweingut übernahm. Nach einigen konventionell bewirtschafteten Jahrgängen stellte er eine Verschlechterung seiner Böden fest und entdeckte die Biodynamie, die er ab Beginn der 1980er-Jahre auf dem gesamten Weingut einführte. Als einer ihrer einflussreichsten Vordenker, Autor zahlreicher Bücher und unermüdlicher Vortragsredner gründete er die Bewegung Renaissance des Appellations, die Winzer aus aller Welt vereint, denen Terroirweine am Herzen liegen. Seit einigen Jahren führt seine Tochter Virginie Joly das Weingut im Alltag und prägt es allmählich mit ihrer eigenen Handschrift – ganz im Sinne dieser Philosophie.
Der Weinberg liegt in einem spektakulären, sehr steilen, nach Süden und Südosten ausgerichteten Amphitheater, das zur Loire hin abfällt. Der Untergrund gehört zu den Ausläufern des Armorikanischen Massivs: Schiefer und Quarz, die stellenweise zutage treten, mit sehr wenig fruchtbarem Boden und keinerlei Wasserreserven. Den Wurzeln bleibt nichts anderes übrig, als tief in das Gestein vorzudringen. So entstehen Weine von ungewöhnlicher Konzentration und Mineralität. Drei Bereiche prägen das Weingut: der Clos de la Coulée de Serrant, ein sieben Hektar großes Monopol in der Appellation Savennières Coulée de Serrant; der unmittelbar daneben gelegene Clos de la Bergerie in der Appellation Savennières Roche-aux-Moines; und die Parzellen in der Appellation Savennières, aus denen Les Vieux Clos entsteht.
Auf den fünfzehn Hektar wächst ausschließlich Chenin Blanc, mit Reben aus Massenselektion, von denen einige über achtzig Jahre alt sind. Seit Beginn der 1980er-Jahre wird die Biodynamie konsequent praktiziert: mit Präparaten, Kräutertees, Kompost sowie der Berücksichtigung von Mond- und Planetenrhythmen. An den steilsten Hängen erfolgt die Bodenbearbeitung zum Teil von Hand und mit dem Pferd. Die Erträge werden bewusst äußerst niedrig gehalten: bei etwa 20 bis 25 Hektolitern pro Hektar für die Coulée de Serrant und 30 bis 35 für Les Vieux Clos. Die gesamte Produktion des Weinguts beschränkt sich über alle Cuvées hinweg auf 45.000 bis 50.000 Flaschen im Jahr.
Die Lese ist hier eine Frage der Geduld. Sie erstreckt sich von Ende September bis Anfang November und umfasst drei bis fünf manuelle Durchgänge über einen Zeitraum von drei bis fünf Wochen. So werden nur Trauben geerntet, die vollkommen ausgereift, goldgelb und bisweilen leicht von Botrytis befallen sind. Nicolas Joly hat es oft betont: Eine zu frühe Lese ergibt eine leicht zu erzielende Frische und Fruchtaromen, die ein großes Terroir nur unzureichend widerspiegeln. In den Keller gelangen daher sonnenverwöhnte, sehr reife Trauben.
Bei der Weinbereitung wird so wenig wie möglich eingegriffen: langsames Pressen, spontane Gärung ausschließlich mit natürlichen Hefen, keine Zugabe von Reinzuchthefen, keine Chaptalisation und keine önologischen Zusatzstoffe. Die Weine gären und reifen langsam über viele Monate auf der Hefe in großen Holzfässern und alten Barriques, bei minimalem Schwefeleinsatz. Trotz der Reife der Trauben werden die Weine trocken; ihr Restzuckergehalt übersteigt selten wenige Gramm pro Liter. Dieser reiche, texturbetonte Stil mit bisweilen bewusst in Kauf genommenen oxidativen Nuancen kann zunächst irritieren und will verstanden werden: Das Weingut empfiehlt, seine Flaschen mehrere Stunden vor dem Genuss, wenn nicht schon am Vortag, zu öffnen und zu dekantieren, damit sich die Weine voll entfalten können.
Clos de la Coulée de Serrant ist der ikonische Wein des Weinguts und einer der größten trockenen Weißweine Frankreichs. Er stammt aus den sieben Hektar des familiengeführten Monopols in der Appellation Savennières Coulée de Serrant, von einem steilen Hang, der seit 1130 mit Reben bepflanzt ist. Einige davon sind über achtzig Jahre alt. Sein außergewöhnlich reiches Aromenspektrum vereint Honig, Akazienblüten, kandierte Zitrusfrüchte, Quitten, Bienenwachs, milde Gewürze und warmes Gestein. Am Gaumen entfaltet er eine volle, einhüllende Textur, getragen von vibrierender mineralischer Spannung und einem schier endlosen salzigen Finale. Sein Alterungspotenzial ist nahezu grenzenlos: Die besten Jahrgänge gewinnen über dreißig Jahre und länger an Reife und entwickeln dabei Noten von Trüffel, Rauch und Honig. Ein Wein für die große Küche, der ausgiebig dekantiert und zu Hummer, Bresse-Geflügel mit Morcheln oder gereiftem Comté serviert werden sollte.
Clos de la Coulée de Serrant Moelleux gehört zu den seltensten Weinen der Loire: Nur wenige Jahrgänge in vierzig Jahren ermöglichten eine liebliche Version der Coulée, wenn sich Edelfäule in ausreichendem Maße entwickelte. Diese Cuvée wird aus mehrfach selektierten, botrytisierten Trauben dieses einzigartigen Terroirs erzeugt. Sie verbindet eine üppige Süße mit Noten von kandierten Aprikosen, Honig, Safran und Zitrusschalen mit der schiefrigen Mineralität und der prägnanten Säure, die diesen Ort auszeichnen. Eine Sammlerflasche, die nach mehreren Jahrzehnten im Keller zu Foie gras oder Roquefort geöffnet werden kann – oder einfach für sich allein.
Clos de la Bergerie stammt aus der Parzelle des Weinguts in der Appellation Savennières Roche-aux-Moines, unmittelbar neben der Coulée. Dieser Chenin wird genauso bewirtschaftet, in mehreren Durchgängen gelesen und ebenso zurückhaltend ausgebaut. Er setzt eher auf Eleganz und Finesse als auf Kraft. In der Nase zeigen sich reife gelbe Früchte, weiße Blüten, ein Hauch Honig und steinige Noten. Am Gaumen ist er geradlinig und würzig, mit einem langen, salzigen Nachhall. In jungen Jahren zugänglicher als die Coulée, lässt er sich dennoch problemlos etwa fünfzehn Jahre lagern und begleitet Fisch mit Sauce, Kalbsbries oder leicht gewürzte Gerichte wunderbar.
Les Vieux Clos ist die Einstiegscuvée des Weinguts aus der Appellation Savennières. Sie wird aus Parzellen mit den jüngsten Reben erzeugt, wobei die Erträge dennoch auf 30 bis 35 Hektoliter pro Hektar begrenzt sind. Sie verbindet die Tiefe des Schieferterroirs mit einer unmittelbareren, fruchtigeren Ausprägung des Chenin: Zitrusfrüchte, Birne und Blüten treffen auf eine ausgeprägte mineralische Struktur und jenes salzige Finale, das die Handschrift des Hauses trägt. Zu einem zugänglicheren Preis bietet sie einen idealen Einstieg in den Stil von Joly. Auch diese Flasche gewinnt durch zehn Jahre oder mehr Reife deutlich hinzu. Auf manchen Exportmärkten wird sie unter dem Namen Les Clos Sacrés verkauft.
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