Chartogne Taillet

Die Weine des Champagne Chartogne Taillet: Kauf zum besten Preis

Das Champagnerhaus Chartogne Taillet befindet sich in Merfy, 8 km von Reims entfernt, im Massif de Saint-Thierry. Alexandre Chartogne übernahm 2006 im Alter von nur 22 Jahren die Nachfolge seiner Eltern Philippe und Elisabeth. Der nach Süden ausgerichtete Weinberg umfasst 11 Hektar, verteilt auf rund fünfzehn Parzellen. Alexandre Chartogne-Taillet hat sich entschieden, hier echte Terroir-Champagner zu erzeugen. Dabei beherrscht er das für die Champagne typische Zusammenspiel von Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay; er verwendet sogar ein wenig Arbanne. Der Erbe dieses Hauses hat beschlossen, seinen Stil weiterzuentwickeln, den er für "zu klassisch" hält: Mit einer besser auf die Böden abgestimmten Methode trifft er eine sorgfältige Auswahl der Parzellen. Alexandre hat bei Anselme Selosse gelernt, einer Ikone der Champagne, und bringt alle Voraussetzungen mit, um ein bedeutendes Champagnerweingut zu leiten, das ideale Champagner für Liebhaber von Terroirweinen erzeugt! 

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Preis

40,00 € - 60,00 €

Appellation

Jahrgang

Inhalt (cl)

Parker-Bewertung WA

90 - 94

Burghound-Bewertung

90 - 90

Bewertung Revue des Vins de France

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Bewertung Bettane & Desseauve

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Chartogne Taillet Sainte Anne
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129789
Weiß
75cl
Ernte 2023 – Degorgiert 2026
Opfer seines eigenen Erfolgs
Champagne | Champagne

Chartogne Taillet Sainte Anne

48,00 € inkl. MwSt. pro Flasche
40,00 € zzgl. MwSt.
Chartogne Taillet Sainte Anne
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Weiß
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Chartogne Taillet Sainte Anne

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Die Geschichte von Champagne Chartogne-Taillet

Die Wurzeln des Weinguts reichen weit in die Zeit vor der Erfindung des Etiketts zurück. Nicolas Taillet wird bereits 1490 in Merfy erwähnt. Um 1540 nimmt Fiacre Taillet den familiären Weinbau auf und zählt später zu den Weinhändlern unter Franz I. Ein weiterer Fiacre Taillet, geboren 1700, führt bemerkenswert genaue Notizbücher, die heute im Archiv von Reims aufbewahrt werden und mehr als ein Jahrhundert Arbeit im Weinberg und Weinlesen dokumentieren. Darin ist zu lesen, dass Trauben aus Merfy 1780 neben denen der renommiertesten Crus zu den teuersten der Region zählten.

Die Familie Chartogne lässt sich im 17. Jahrhundert im Dorf nieder, und Oscar Chartogne erwirbt 1870 seine ersten Reben. Die Heirat von Marie Chartogne und Étienne Taillet im Jahr 1920 verbindet die beiden Familienlinien und begründet das Weingut in seiner heutigen Form. Philippe und Élisabeth Chartogne übernehmen 1978 die Leitung, bevor Alexandre Chartogne ihnen 2006 im Alter von 22 Jahren nachfolgt. Prägend für ihn war ein Praktikum bei Anselme Selosse in Avize. Gleich nach seiner Ankunft verzichtet er auf Herbizide, vinifiziert mit Les Barres seinen ersten Lagenwein und kreiert 2018 die Cuvée Hors-Série. Heute ist das Weingut der letzte Récoltant-Manipulant in Merfy.

Terroirs und Weinberge von Champagne Chartogne-Taillet

Die Weinberge erstrecken sich über die Süd- und Südosthänge des Höhenzugs Saint-Thierry, eines Kalkplateaus, das oft die kleine Montagne de Reims genannt wird und zu den nördlichsten Gebieten der Appellation zählt. Das Terroir bildet hier ein unvergleichliches geologisches Mosaik: Tiefe thanetische Sande, Tone, Kreide, Sandstein, aktiver Kalk, Tuffkalk, Kieselsäure und Eisenoxide wechseln sich mitunter von einer Rebzeile zur nächsten ab. Analysen von Claude und Lydia Bourguignon haben diese Vielfalt bestätigt und den parzellenspezifischen Ansatz des Weinguts bestärkt.

Jede Lage hat ihren eigenen Charakter: tiefe Sande über Kreide in Les Barres und Les Orizeaux, Sandstein und tonhaltige Sande in Heurtebise, feuchte Tone und Tuffkalk in Les Couarres, eisenreiche Kalksande in Chemin de Reims und aktiver Kalk in Les Grands-Champs. Einige Ar in Avize und Oger an der Côte des Blancs ergänzen den Besitz. Die Reben sind im Durchschnitt 35 Jahre alt. Ein besonderes Juwel sind die 1952 gepflanzten, wurzelechten Pinot-Meunier-Reben von Les Barres, die dank des Sandes von der Reblaus verschont blieben. Die Hälfte der Parzellen wird mit dem Pferd gepflügt, seit 2006 werden keine Herbizide mehr eingesetzt. Die Bewirtschaftung orientiert sich an der Biodynamik, ohne eine Zertifizierung anzustreben, und die Lese erfolgt vollständig von Hand.

Die Weinbereitung bei Champagne Chartogne-Taillet

Die Weinbereitung führt die Arbeit im Weinberg konsequent fort: Jede Parzelle wird separat gepresst, vergoren und ausgebaut, ohne die Weine einem einheitlichen Profil anzugleichen. Die schonende Pressung dauert lange, um die Reinheit der Moste zu bewahren; vergoren wird ausschließlich mit den indigenen Hefen der jeweiligen Lage. Der teilweise in den Kreidefelsen gegrabene Keller in Merfy beherbergt bewusst unterschiedliche Behälter: Edelstahltanks, burgundische Fässer mit 228, 350 und 600 Litern Fassungsvermögen, Betontanks, Nomblot-Eier und Amphoren. Diese Auswahl ist kein Selbstzweck: Jeder Wein kommt in das Gefäß, das am besten zu ihm passt.

Der Ausbau der Lagen-Cuvées dauert acht bis achtzehn Monate, bei Hors-Série beträgt die Hefelagerung bis zu 42 Monate. Einige Parzellen erfordern regelmäßiges Auffüllen der Fässer, um die Oxidation zu begrenzen. Andere profitieren dagegen von einem stärkeren Sauerstoffaustausch, der die Mineralisierung des Weins fördert und die Salzigkeit gegenüber den sortentypischen Aromen in den Vordergrund treten lässt. Die Weine werden auf dem Weingut ohne Filtration und mit minimalem Schwefeleinsatz abgefüllt. Danach reifen sie mindestens drei Jahre im Keller; die Dosage ist bewusst niedrig, meist Extra Brut.

Die Cuvées von Champagne Chartogne-Taillet

Cuvée Sainte-Anne: eine Hommage an die Schutzpatronin von Merfy. Diese Assemblage aus Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier vereint alle Parzellen des Dorfes und bietet einen Einstieg in die Welt des Weinguts. Glänzende Farbe, feine Perlage, ein Bukett von weißen Früchten, Zitrusfrüchten und Blüten mit Brioche-Noten; harmonisch und anhaltend am Gaumen. Eine bemerkenswerte Einführung in den Champagne eines Dorfes, ideal innerhalb der ersten fünf bis acht Jahre zu trinken.

Le Rosé: ein Assemblage-Rosé aus Chardonnay und Pinot Noir, ergänzt durch einen Anteil auf dem Weingut erzeugten Rotweins, der unter anderem aus Les Orizeaux stammt. Leuchtend lachsrosa Farbe, Aromen von frischen Erdbeeren, Johannisbeeren und Rosenblättern, seidig und lebendig am Gaumen. Ein Rosé für die gehobene Küche, passend zu Krustentieren, feinem Geflügel und moderner Küche.

Saint-Thierry: Diese Cuvée ist ein wahrhaft geologisches Porträt des gleichnamigen Höhenzugs und vereint Parzellen auf Sand- und Tonböden der Gegend. Sie zeichnet sich durch eine fülligere Struktur, zusätzliche Tiefe und einen langen, von feiner Salzigkeit getragenen Abgang aus. Noten von weißen Früchten, reifen Zitrusfrüchten, getrockneten Blüten und feuchter Kreide; acht bis zwölf Jahre lagerfähig.

Les Barres: der erste Lagenwein des Hauses, aus wurzelechten Pinot-Meunier-Reben, die 1952 auf einer fast drei Meter tiefen Sandschicht über Kreide gepflanzt wurden. In 228-Liter-Fässern ausgebaut, zeigt er in jungen Jahren eine großzügige Textur und gewinnt später an mineralischer Finesse. Gelbe Früchte, Birne, getrocknete Blüten und ein anhaltender kreidiger Abgang.

Les Alliées: 100 % Pinot Meunier aus einer 1969 westlich von Merfy bepflanzten Parzelle. Schwarze Sande und schwerere Tone speichern Wasser und unterstreichen die köstliche Fruchtigkeit der Rebsorte. Gärung mit indigenen Hefen, Ausbau in alten Fässern und lange Hefelagerung. Ein üppiger Champagne mit Noten von reifem Apfel, Haselnuss und milden Gewürzen.

Beaux Sens: eine kleine, charakteristische Parzelle des Weinguts, mit ebenfalls wurzelechten Meunier-Reben, die dank des sandigen Bodens erhalten geblieben sind. Separat vinifiziert, bringt sie Frische und strahlende Frucht ein und veranschaulicht das in Merfy bewahrte Reberbe aus der Zeit vor der Reblaus. Ein seltener, straffer und facettenreicher Ausdruck.

Les Couarres: eine Assemblage aus Pinot Noir und Chardonnay von einem feuchten, tonhaltigen, von Tuffkalk geprägten Terroir an einem sanft nach Süden geneigten Hang. Der Fassausbau mit regelmäßigem Auffüllen erhält das Gleichgewicht der sauerstoffempfindlichen Moste. Reife rote Früchte, Kirsche, milde Gewürze und feine Rauchnoten; vollmundig mit salzigem Abgang. Zehn bis fünfzehn Jahre lagerfähig.

Couarres Château: eine reinsortige Pinot-Noir-Selektion aus demselben Parzellenkomplex, mit kräftigerer Farbe und ausdrucksstarkem Bukett. Fleischiger und weiniger als die benachbarte Cuvée, zeigt dieser nur in kleinen Mengen erzeugte Wein, was der Höhenzug Saint-Thierry als Blanc de Noirs hervorbringen kann: dichte Substanz und kreidige Frische.

Orizeaux: ein Blanc de Noirs aus Pinot Noir von tiefen Sandböden über einer darunterliegenden Kreideschicht. Der Ausbau in alten Fässern lässt das Terroir klar hervortreten und verleiht ihm eine geschmeidige Textur, die von feiner Salzigkeit ausbalanciert wird. Reife Früchte, getrocknete Blüten, Anis und ein lebendiger Abgang machen diese Cuvée zu einer der begehrtesten des Weinguts.

Heurtebise: Blanc de Blancs aus einer überwiegend mit Chardonnay bepflanzten Parzelle mit Sand-, Ton- und Sandsteinböden. Die Weine werden neun bis achtzehn Monate in burgundischen Fässern und anschließend lange auf Latten ausgebaut. Luftige Eleganz, Zitruszesten, Wildblumen und eine ausgesprochen feine steinige Mineralität – ideal zu Austern, Krustentieren und rohem Fisch.

Chemin de Reims: eine zu etwa 85 % mit Chardonnay bepflanzte Parzelle, ergänzt durch Arbanne, eine selten gewordene Nebenrebsorte in Champagne. Der sandige, kalkhaltige Boden ist reich an Eisenoxiden und verleiht dem Wein eine ausgeprägte Struktur. Ausbau in 350- bis 600-Liter-Fässern mit regelmäßigem Auffüllen – für einen präzisen, würzigen, seidigen Champagne mit lang anhaltender Salzigkeit.

Cuvée Fiacre: die historische Spitzencuvée des Hauses, benannt im Gedenken an die Vorfahren, die das Weingut aufgebaut haben. Sie wird aus Pinot Noir und Chardonnay der besten alten Reben bereitet und in Eichenfässern ausgebaut. Intensive Aromen, eine seidige Textur und eine Tiefe, die sie eher zum Essen als zum Aperitif empfehlen.

Hors-Série: Diese 2018 geschaffene Chardonnay-Cuvée stammt aus den Grands Crus Avize und Oger im Herzen der Côte des Blancs. Auf den Fassausbau folgen 42 Monate Hefelagerung. Blassgoldene Farbe mit silbrigen Reflexen, Aromen von kandierten Zitrusfrüchten, weißen Früchten und Kreide; dicht und geradlinig am Gaumen mit schier endlosem salzigem Abgang. Ein außergewöhnlicher Wein zur Lagerung, der sich über fünfzehn bis zwanzig Jahre entwickeln kann.

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