Die Appellation Alsace Grand Cru, offiziell 1983 geschaffen, bezeichnet Weine aus 51 offiziell abgegrenzten Lagen, die für die außergewöhnliche Qualität ihrer Terroirs anerkannt sind. Diese Parzellen profitieren von besonders günstigen geologischen und klimatischen Bedingungen – Granit-, Kalk-, Sandstein- oder Vulkanböden –, die den Weinen eine überlegene Komplexität und Reifepotenzial verleihen. Die Vorschriften sind ebenfalls strenger: reduzierte Erträge, höhere Traubenreife und die Beschränkung auf die vier edlen Rebsorten (Riesling, Gewurztraminer, Pinot Gris, Muscat). Im Gegensatz dazu bieten die klassischen AOC-Alsace-Weine eine schöne Einführung in die regionale Vielfalt mit zugänglicheren Profilen und in der Regel erschwinglicheren Preisen. Für ein alltägliches Mahl ist die klassische AOC völlig ausreichend; für einen besonderen Anlass sind die Grands Crus die erste Wahl.