Die Unterscheidung zwischen dem linken und dem rechten Ufer in Bordeaux ist grundlegend, um die Weinsstile der Region zu verstehen. Das linke Ufer vereint prestigeträchtige Appellationen wie den Médoc, Pauillac, Saint-Julien oder Margaux. Die Böden bestehen dort aus drainierenden Kiesböden, die ideal für den Cabernet Sauvignon sind und Weine mit Körper, Tannin und ausgezeichnetem Lagerpotenzial ergeben. Das rechte Ufer beherbergt Saint-Émilion, Pomerol oder Fronsac auf tonig-kalkhaltigen Terroirs, die dem Merlot besser entsprechen. Die Weine sind dort generell weicher, fruchtiger und früher zugänglich. Beide Ufer verkörpern zwei große Seelen des Bordeaux-Weinbaus, die sich gegenseitig ergänzen und gleichermaßen bemerkenswert sind.