Das Rhônetal gliedert sich in zwei große Zonen, die durch etwa fünfzig Kilometer voneinander getrennt sind, und ihre Weine haben wenig gemeinsam. Das nördliche Rhônetal mit seinen terrassierten Weinbergen auf steilem Granitboden produziert schlanke, komplexe und oft sehr lagerfähige Weine – Côte-Rôtie, Hermitage oder Saint-Joseph sind die Flaggschiffe. Das südliche Rhônetal profitiert dagegen von einem ausgeprägten mediterranen Klima, abwechslungsreichen Böden (Rollkiesel, Kalk-Ton, Sand) und emblematischen Appellationen wie Châteauneuf-du-Pape, Gigondas oder Vacqueyras. Die Weine sind dort generell üppiger, runder und in jungen Jahren zugänglicher.