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Installé in Meursault, im Herzen der Côte de Beaune, ist das Domaine Jean-Marie Berrux eine der ungewöhnlichsten und exklusivsten Adressen der zeitgenössischen Bourgogne. Jean-Marie Berrux, gebürtig aus Savoyen und ehemaliger Werbefachmann, der sich zu Beginn der 2000er Jahre dem Weinbau zugewandt hat, kultiviert mit Leidenschaft 1,5 Hektar alter Reben zwischen Meursault und Puligny-Montrachet, die nach biodynamischen Grundsätzen bewirtschaftet werden. Unter dem emblematischen Etikett des "Petit Têtu" erzeugt er natürliche, lebendige und gut verträgliche Weine, die ohne Hilfsstoffe hergestellt, auf Spontanhefe vergoren und lange in seinem unterirdischen Keller ausgebaut werden. Seine raren Cuvées, die zu unverzichtbaren Referenzen der neuen Generation der Bourgogne geworden sind, verkörpern einen aufrichtigen, freien Weinbau, der tief vom Respekt vor dem Terroir geprägt ist.
Die Geschichte des Domaine Jean-Marie Berrux gleicht einem schönen Roman über einen Neuanfang. Jean-Marie Berrux, der ursprünglich aus Savoyen stammt, wo sein Onkel bereits biologischen Landbau betrieb, führte zunächst eine florierende Karriere in der Werbe- und später in der audiovisuellen Branche in Paris. Doch schließlich holte ihn der Ruf der Erde ein. Beflügelt von Erfahrungen in den Weinbergen seiner Heimat und im Jura, beschloss er um die Jahrtausendwende, alles hinter sich zu lassen und ein Studium des Weinbaus und der Önologie in Beaune, der Weinhauptstadt von Bourgogne, aufzunehmen.
Seine Vision ist klar: in einem der prestigeträchtigsten Terroirs der Welt großartige Weine so natürlich wie möglich zu erzeugen. Er erwarb daraufhin 1,5 Hektar alter Rebparzellen zwischen Meursault und Puligny-Montrachet und kelterte seinen ersten Jahrgang im Jahr 2004. Diese Cuvée taufte er "Le Petit Têtu" – eine liebevolle Anspielung auf seinen eigenen eigensinnigen Charakter. Schon bald wurden seine lebendigen und reinen Chardonnays zu einer Referenz in der Welt der natürlichen burgundischen Weine und fanden Anklang bei Weinhändlern und erstklassigen Restaurants bis nach Skandinavien und Nordamerika. Jean-Marie Berrux ist außerdem Mitgründer – gemeinsam mit Jean-Pascal Sarnin – des Naturweinhandelshauses Sarnin-Berrux mit Sitz in Monthélie.
Das Weinberg des Domaine Jean-Marie Berrux erstreckt sich über lediglich 1,5 Hektar, eingebettet im Herzen der Côte de Beaune, zwischen den emblematischen Gemeinden Meursault und Puligny-Montrachet. Diese kleine Fläche ist eine bewusste Entscheidung: Sie erlaubt dem Winzer, jede Parzelle mit handwerklicher, fast gärtnerischer Präzision zu bearbeiten. Die für Bourgogne typischen Böden sind tiefgründige Ton-Kalkstein-Böden, die dem Chardonnay seine mineralische Spannung und seine charakteristische Salzigkeit verleihen, während der Pinot Noir dort ein ideales Terrain findet, um Frische und Finesse zum Ausdruck zu bringen.
Die alten Reben, Erben eines wertvollen weinbaulichen Erbes, werden seit der Gründung des Weinguts nach biodynamischen Grundsätzen bewirtschaftet. Jean-Marie Berrux widmet der Vitalität der Böden, der Artenvielfalt und den natürlichen Gleichgewichten besondere Aufmerksamkeit. Die Arbeit erfolgt ausschließlich von Hand, im Einklang mit dem Rhythmus der Pflanze, ohne den Einsatz synthetischer Chemie. Jede Parzelle erhält eine maßgeschneiderte Pflege entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen, damit ihre Persönlichkeit sich im Glas vollständig entfalten kann.
Im Keller lässt sich Jean-Marie Berrux' Philosophie in wenigen Worten zusammenfassen: wenig Eingriffe, viel Geduld. Die Weinlese erfolgt ausschließlich von Hand, mit einer strengen Sortierung der Trauben. Die Vergärung findet allein dank der auf den Beeren natürlich vorhandenen wilden Hefen statt, ohne Zusatz von Reinzuchthefen, Enzymen oder anderen önologischen Hilfsmitteln. Schwefel wird in minimaler Menge eingesetzt oder bei bestimmten Cuvées ganz weggelassen, um die gesamte Lebendigkeit und die leichte Bekömmlichkeit des Weins zu erhalten.
Der besonders sorgfältige Ausbau findet im unterirdischen Keller unter dem Familienhaus in Meursault statt, einem Ort von außergewöhnlicher thermischer Stabilität. Die Weine ruhen lange in mehrfach benutzten Eichenfässern, was eine schonende Sauerstoffzufuhr ermöglicht, ohne den Wein durch die Tannine des neuen Holzes zu prägen. Die Abfüllung erfolgt im Familienhof im Rhythmus des Jahrgangs, mit einem Minimum an SO2 bei der Abfüllung. Die geringen Produktionsmengen – etwa 9.000 Flaschen jährlich für die Hauptcuvée – garantieren eine in Bourgogne selten anzutreffende Liebe zum Detail und bringen lebendige Weine hervor, die sich mit der Zeit veredeln.
Le Petit Têtu (Bourgogne Blanc): die wahre Signatur und historische Cuvée des Weinguts – dieser weiße Bourgogne aus 100 % Chardonnay stammt von alten Reben zwischen Meursault und Puligny-Montrachet. Mit wilden Hefen vergoren und lange in mehrfach benutzten Fässern ausgebaut, zeigt er ein leuchtendes blassgelbes Gewand, eine feine Nase aus weißen Blüten, weißfleischigen Früchten und salzigen Noten. Am Gaumen wirkt er geradlinig, straff, lebendig und gleichzeitig rund, getragen von einer gemeißelten Mineralität und einem frischen, außerordentlich reinen Abgang. Dieser lebendige, aufrichtige und präzise Chardonnay ist zu einer der absoluten Referenzen der neuen Welle aus Bourgogne geworden und gewinnt bemerkenswert an Tiefe, wenn er mehrere Jahre im Keller reift.
Le Têtu Cuvée Spéciale (Bourgogne Blanc): die seltenere und exklusivere Version des Petit Têtu – diese Cuvée Spéciale stammt aus einer besonderen Parzellenauswahl oder einem verlängerten Ausbau. Stets 100 % Chardonnay, treibt sie die Suche nach Intensität, Tiefe und aromatischer Komplexität noch weiter voran. Der Wein zeichnet sich durch eine dichtere Substanz, ein feines Mundgefühl und eine bemerkenswerte salzige Länge aus, die die Präzision der biodynamischen Arbeit von Jean-Marie Berrux beredt zum Ausdruck bringt.
Nondegu (Bourgogne Rouge): der einzige Rotwein des Weinguts – der Nondegu ist ein köstlicher Pinot Noir, vinifiziert in der reinen Naturtradition des Hauses. Dieser 2019 geborene Wein ist frisch, fein und fruchtig und verkörpert einen minimalistischen Ansatz mit sehr wenig zugesetztem Schwefel. Das Gewand ist hell, die Nase öffnet sich mit Aromen knackiger kleiner roter Früchte, Kirschen und Blüten, während sich der Gaumen als bekömmlich, saftig und lebendig erweist – treu dem luftigen und durstlöschenden Stil, der die natürlichen Pinots Noirs aus Bourgogne auszeichnet. Einige Jahrgänge des Nondegu werden auch als Assemblage produziert und als Vin de France etikettiert, was die kreative Freiheit des Winzers unterstreicht.
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