Baraveou Bandol 2023 Rosé
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Eingebettet zwischen La Cadière-d'Azur und Le Castellet, im Herzen der Appellation Bandol in der Provence, sind die Weingüter Baravéou ein kleines, vertrauliches Kleinod, das aus der Leidenschaft eines einzigen Mannes, Jean-Philippe Fourney, entstanden ist. Auf wenigen Hektar urbar gemachter und mit Massenselektionen bepflanzter alter Terrassenlagen formt dieser Winzer, der nebenbei Kulturchef des legendären Weinguts Tempier ist, Bandols von großer Reinheit, ganz ohne chemische Zusatzstoffe. Die gesamte Aufmerksamkeit des Weinguts gilt der Veredelung der Mourvèdre, der Königstraube von Bandol, und des Grenache. Mit nur zwei Cuvées, einem tiefen, lagerfähigen Rotwein und einem fein ziseliertem Rosé, hat sich Baravéou schnell als Referenz etabliert.
Die Geschichte der Weingüter Baravéou ist die Geschichte eines geduldig aufgebauten Traums. Jean-Philippe Fourney, gebürtiger Burgunder, kommt 2001 ohne Land und ohne Kapital nach Bandol, getrieben von einer einzigen Überzeugung: den bestmöglichen Bandol zu erzeugen. Er bildet sich direkt an der Rebe weiter, indem er sich nacheinander um die Weinberge des Château Vannières, der Weingüter La Suffrène und des renommierten Weingüter Tempier kümmert, wo er neben der Familie Peyraud zum Chefwinzer aufsteigt.
Im Jahr 2011 startet er ein titanisches persönliches Projekt: alte, aufgegebene Terrassen in La Cadière-d'Azur zu roden und umzugestalten, um dort Reben aus Massenselektionen zu pflanzen, die er in Biodynamie führt. Durch schlechte Erfahrungen mit chemischen Mitteln in der Vergangenheit gewarnt, entscheidet er sich für einen gesunden Weinbau, der die Böden regeneriert und eine höhere Qualität hervorbringt. Der erste Wein erscheint 2015 und findet sofort großen Anklang bei der Kritik und den Liebhabern. In ständiger Weiterentwicklung, genährt durch den Austausch mit seinen Winzerkollegen, verfolgt Jean-Philippe unermüdlich sein Ziel der Exzellenz.
Der Weinberg der Weingüter Baravéou erstreckt sich über nur wenige Hektar, verteilt auf die Gemeinden La Cadière-d'Azur und Le Castellet, innerhalb des Appellationsgebiets Bandol. Die geologische Vielfalt dieser Parzellen macht ihren besonderen Reichtum aus: Kalkmergelböden und Sandstein im Bereich Le Castellet, rote Tone und Triasgyps in La Cadière-d'Azur. Diese komplexen Böden, verbunden mit dem mediterranen Mikroklima und dem maritimen Einfluss, bieten einen idealen Rahmen für die langsame Reifung des Mourvèdre.
Die auf alten, geduldig wiederhergestellten Terrassen angebauten Reben werden so naturnah wie möglich bewirtschaftet, ganz ohne synthetische Mittel, in einem Ansatz, der der Biodynamie nahesteht. Handarbeit wird bevorzugt, vom Ausbrechen der Triebe bis zur Weinlese, mit einem hohen Einsatz an Arbeitskräften, den dieser anspruchsvolle Ansatz erfordert. Die Rebsortenzusammensetzung stellt den Mourvèdre in den Mittelpunkt, ergänzt durch Grenache, Carignan und Cinsault, in vollständigem Respekt vor der Bandoler Tradition und der Identität des Terroirs.
Sowohl im Keller als auch im Weinberg sind Schlichtheit und Reduktion auf das Wesentliche die Leitprinzipien des Weinguts. Jean-Philippe Fourney sucht vor allem Finesse und Reinheit, ohne sich kommerziellem Druck zu beugen: sein Anliegen ist es, dass jeder Wein das Beste aus sich herausholt und erst serviert wird, wenn er wirklich bereit ist. Die wenig interventionistischen Vinifikationen zielen darauf ab, das Terroir zu enthüllen und die ganze Noblesse des Mourvèdre zum Ausdruck zu bringen, ohne ihn je zu forcieren.
Beim Rotwein wird eine sanfte Extraktion und die Suche nach samtigen Tanninen bevorzugt, was tiefe und saftige Weine ergibt, die in ihrer Jugend schon zugänglich sind, aber für eine lange Reife geschaffen wurden. Beim Rosé sucht der Winzer nach Präzision und Spannung, mit einer sorgfältigen Herstellung, die Frische und edle Bitternoten bewahrt. Diese mit Sensibilität durchdrungene Strenge verleiht jeder Flasche eine fast handwerkliche Sorgfalt, eine wahre Haute Couture in der Flasche, die von den feinsten Bandol-Kennern gewürdigt wird.
Bandol Rouge: die emblematische Cuvée des Weinguts, mit sehr hohem Mourvèdre-Anteil (ca. 90%), ergänzt durch Grenache und je nach Jahrgang etwas Carignan und Cinsault. Die Farbe ist dunkel, in der Jugend fast schwarz mit violetten Reflexen. Die Nase, intensiv und frisch, entfaltet schwarze Früchte (Cassis, Brombeere), Graphit, einen Hauch Schokolade sowie Noten von Garrigue und Minze. Der Gaumen, fleischig und kraftvoll, zeichnet sich durch seine Geradlinigkeit, seine Fruchtreife und seine feinen, eingehüllten Tannine aus, getragen von großer Länge. In seinen ersten Jahren noch zurückhaltend, ist dies ein Großer Wein aus der Lagerwein, dem eine schöne Entfaltung vorhergesagt wird und der idealerweise noch mehrere Jahre im Keller gewartet werden sollte. Er begleitet rotes Fleisch, Wild und kräftige Schmorgerichte.
Bandol Rosé: ein Gastronomie-Rosé mit Mourvèdre-Dominanz (um die 90%), ergänzt durch Grenache, mit einer blassen, bisweilen leicht goldschimmernden Farbe. Die Nase, zart und komplex, vereint Zitrusfrüchte (Zitronenschale), Trockenfrüchte wie Mandel, Guave, Orangenblüte und Geißblatt. Der Gaumen, mit einem lebhaften Antrunk, erweist sich als lang, präzise und weit, mit sehr maßvoller Süße, bemerkenswerten Bitternoten und anhaltender Mineralität. Weit entfernt von leichten und anekdotischen Rosés ist dies ein strukturierter und eleganter Terroirwein, ideal zu Meeresfrüchten, Krustentieren, hellem Fleisch und Geflügel.
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