Der Jahrgang 1981 bildet in Bourgogne ein schwieriges und unbedeutendes Jahr, geprägt durch eine gestörte Blüte, Hagelereignisse und Regenfälle, die die Ernte reduzierten und schwächten. Die Rotweine (Pinot Noir) leiden darunter: leicht und variabel, mangelt es ihnen an Konzentration, sie fordern einen baldigen Genuss, mit seltenen Erfolgen in der Côte de Nuits. Die Weißweine (Chardonnay) zeigen sich etwas überzeugender, in einem frischen und klassischen Register, von Meursault bis Chablis, bleiben jedoch ebenfalls bescheiden. Das Reifepotenzial ist sehr gering, und nahezu alle Cuvées sind heute trinkbereit, ja sogar längst überlagert. Eingerahmt vom eleganten 1980 und dem ergiebigen 1982 bleibt der 1981 ein kleiner Jahrgang, der Liebhabern von Raritäten vorbehalten ist.