Château Pavie Macquin

Premier Grand Cru Classé B in Saint-Emilion

Die Weine von Château Pavie Macquin: zum besten Preis kaufen

35 km östlich von Bordeaux am rechten Ufer der Dordogne liegt Château Pavie Macquin, ein Premier Grand Cru Classé B aus St Emilion (seit 2006 , 2012 bestätigt). Es befindet sich in der Nähe der Weingüter Trottevieille, Trolong Mondot und Pavie Décesse. Der seit 1887 im Besitz der Familie Corre-Macquin befindliche, 15 ha große Weinberg liegt auf einem Kalkplateau und wird seit den 1990er-Jahren biodynamisch bewirtschaftet. 

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80,00 € - 100,00 €

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86 - 97

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Bewertung Revue des Vins de France

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Bewertung Bettane & Desseauve

15 - 19

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Pavie Macquin 2003
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Rot
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Bordeaux | Saint Emilion

Pavie Macquin 2003

96,00 € inkl. MwSt. pro Flasche
80,00 € zzgl. MwSt.

Geschichte des Château Pavie Macquin

Die Geschichte des Weinguts ist untrennbar mit Albert Macquin (1852–1911) verbunden, einem Agraringenieur, dem Saint-Émilion außerordentlich viel verdankt. Als die Reblaus Ende des 19. Jahrhunderts die Weinberge von Bordeaux verwüstet, entwickelt und verbreitet Albert Macquin die Technik des Pfropfens auf amerikanische Unterlagsreben. Schon 1887 produziert er mehr als eine Million Pfropfreiser und gründet in Maisonneuve bei Montagne eine regelrechte Pfropfschule für die Winzer der Region. Indem er so die Weinberge von Saint-Émilion rettet, wird er zu einer der prägenden Persönlichkeiten des Bordelais. Ab 1887 vereint er mehrere Besitzungen am Hügel von Pavie, darunter Peygenestou, Pavie-Chapus und Pavie-Pigasse. Diese Parzellen hatten einst zum ausgedehnten Gut des Weinhändlers Ferdinand Bouffard gehört. Aus ihnen formt Macquin das Château Pavie Macquin.

Seit mehr als einem Jahrhundert im Besitz derselben Familie, wird das Gut heute von den Nachfahren Albert Macquins und Paul Corres geführt: Benoît und Bruno Corre sowie Marie und Jacques Charpentier. Der qualitative Aufschwung beginnt 1990 mit dem Einstieg von Stéphane Derenoncourt und setzt sich Ende 1994 mit der Ernennung von Nicolas Thienpont zum Geschäftsführer fort. Das für seinen respektvollen Umgang mit der Natur und sein feines Gespür für Terroirs bekannte Duo hebt die Weine des Guts auf ein neues Niveau, insbesondere ab dem Jahrgang 1998. Die offizielle Anerkennung folgt am 12. Dezember 2006 mit der Einstufung als Premier Grand Cru Classé B von Saint-Émilion, die in den Klassifikationen von 2012 und 2022 bestätigt wird. Cyrille Thienpont betreut heute gemeinsam mit seinem Vater die technischen Belange und führt diese handwerkliche Philosophie fort.

Terroirs und Reben des Château Pavie Macquin

Der Weinberg liegt in bemerkenswerter Lage auf dem höchsten Plateau von Saint-Émilion, unmittelbar am Hügel von Mondot und am Rand der Fongaban-Verwerfung. Die Parzellen erstrecken sich von 100 Metern Höhe auf dem Hügel bis auf 75 Meter am Plateaurand und bieten ein Mosaik unterschiedlicher Ausrichtungen und Mikroklimata. Der ton- und kalkhaltige Boden ruht auf dem für die Appellation charakteristischen Kalkstein mit fossilen Seesternen. Die Erdauflage ist unterschiedlich tief und reicht von 20 Zentimetern bis etwa 1,50 Meter. Der Kalkstein sorgt für eine natürliche Drainage und bringt Frische, Spannung und Mineralität, während die schweren Tone die Wasserversorgung regulieren und den Weinen Kraft und Fülle verleihen. Auf diesem spät reifenden Terroir reifen die Trauben langsamer als im Durchschnitt, wodurch Säure und aromatische Präzision erhalten bleiben.

Die 15 Hektar des Guts, von denen etwa 14,6 Hektar im Ertrag stehen, sind zu 80 % mit Merlot, zu 18 % mit Cabernet Franc und zu 2 % mit Cabernet Sauvignon bepflanzt. Die historische Pflanzdichte liegt bei 6.600 Rebstöcken pro Hektar; Neupflanzungen erfolgen dank Massenselektion in höherer Dichte. Die Reben sind im Durchschnitt etwa 35 bis 40 Jahre alt, manche Parzellen über 60 Jahre. Die Bewirtschaftung folgt biologischen und biodynamischen Grundsätzen, ohne eine Zertifizierung anzustreben. Sie verbindet traditionelle Bodenbearbeitung, natürliche Begrünung, den Verzicht auf Herbizide, Kompostierung und die Untersuchung der Begleitpflanzen. Zahlreiche Arbeiten erfolgen von Hand: Ausbrechen überschüssiger Triebe, Entblätterung, Ausdünnung und Grünlese helfen, die Erträge bei etwa 45 bis 50 Hektolitern pro Hektar zu halten.

Weinbereitung des Château Pavie Macquin

Die Philosophie des Hauses lässt sich mit einem Nicolas Thienpont besonders wichtigen Gedanken zusammenfassen: Es geht nicht darum, einen Wein zu erschaffen, sondern ein Terroir zur Welt zu bringen. Die Lese erfolgt vollständig von Hand, in kleinen Schritten und Parzelle für Parzelle; jeder Rebstock wird bei optimaler Reife geerntet. Die Trauben werden sorgfältig, bisweilen auch optisch sortiert und als ganze Beeren per Schwerkraft in die Gärbehälter gefüllt, um die Frucht unversehrt zu bewahren. Die Vinifikation erfolgt parzellenweise in Holz- und Betontanks, mit schonender Extraktion durch Unterstoßen des Tresterhuts und einem maßvollen Einsatz von Mikrooxygenierung.

Der Ausbau dauert 16 bis 20 Monate in Barriques aus französischer Eiche, je nach Jahrgang üblicherweise zu 60 % in neuen Fässern und zu 40 % in Fässern mit einer Vorbelegung. Das Weingut baut den Wein reduktiv auf der Feinhefe aus. Der erste Abstich erfolgt erst nach sechs bis zehn Monaten, ein zweiter ein Jahr später, vor der Abfüllung. Das Aufrühren der Hefe bei Rotweinen – eine in Bordeaux ungewöhnliche Technik – verleiht Fülle und Rundheit, ohne die Mineralität des Kalksteins mit fossilen Seesternen zu verdecken. Geschönt und filtriert wird nur, wenn es unbedingt nötig ist, damit der Wein so authentisch wie möglich bleibt. Das Mosaik getrennt ausgebauter Partien ermöglicht schließlich eine strenge Auswahl für die Assemblage, aus der die verschiedenen Cuvées des Guts hervorgehen.

Die Cuvées des Château Pavie Macquin

Château Pavie Macquin, Saint-Émilion Premier Grand Cru Classé B: Der Grand Vin entsteht aus den besten Partien des Plateaus. Seine Assemblage besteht aus etwa 80 % Merlot, 18 % Cabernet Franc und 2 % Cabernet Sauvignon. Auf seine tief granatrote Farbe mit violetten Reflexen folgt ein intensives Bukett reifer dunkler Früchte (schwarze Johannisbeere, Brombeere, Heidelbeere, Schwarzkirsche), ergänzt durch milde Gewürze, Lakritz, Röstkaffee, Unterholz und Rauch. Am Gaumen ist er voll und dicht, mit festen, aber feinen Tanninen, lebendiger Säure und einem langen, salzigen und kalkigen Abgang. Dieser lagerfähige Wein benötigt in großen Jahren mindestens zehn bis zwölf Jahre Kellerreife und kann sich über 25 bis 30 Jahre harmonisch entwickeln. Bei jungen Jahrgängen empfiehlt sich ein Dekantieren von zwei bis drei Stunden. Er passt hervorragend zu gegrilltem oder gebratenem rotem Fleisch, Wild in Sauce, Lamm, Schmorgerichten und gereiftem Hartkäse.

Les Chênes de Macquin, der Zweitwein des Guts: Sein Name würdigt die Eichen am Rand des Plateaus, die zu Wahrzeichen des Crus geworden sind. Er stammt aus Partien, die nicht für den Grand Vin ausgewählt wurden, insbesondere von jüngeren Reben, und wird mit derselben Sorgfalt vinifiziert und ausgebaut, allerdings mit einem geringeren Anteil neuen Holzes. Seine Farbe ist etwas weniger dicht, sein Aromaprofil stärker von roten Früchten (Himbeere, Kirsche, rote Johannisbeere) sowie floralen und würzigen Noten geprägt. Am Gaumen ist er geschmeidig, genussvoll und unmittelbar zugänglich, mit weicheren, weniger ausgeprägten Tanninen als der Erstwein. Er ist schon jung trinkreif, lässt sich innerhalb von fünf Jahren nach dem Jahrgang genießen und kann sich in den besten Jahren bis zu acht Jahre weiterentwickeln. 1998 wurde er nicht erzeugt, da die gesamte Ernte dem Grand Vin vorbehalten blieb. Er bietet einen ausgezeichneten Einstieg in den Stil von Pavie Macquin – zu einem deutlich erschwinglicheren Preis.

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