William Fèvre

Die Weine von William Fèvre, emblematisches domaine der Bourgogne

Die Weine des domaine William Fèvre: Kauf zum besten Preis

Dieses emblematische Domaine wurde vor etwa zwanzig Jahren von Bouchard Père et Fils aufgekauft und gehört nun zur Gruppe Henriot. Das Domaine William Fèvre befindet sich in der Stadt Chablis, nicht weit von Domaines wie La Chablisienne, Vincent Dauvissat, Jean Paul Droin, Laroche, Raveneau, Moreau Naudet oder Simon Billaud. Das Domaine William Fèvre umfasst die Appellationen Chablis Grand Cru (Bougros côte de bouguerot, Bougros, Les Clos, les Preuses, Valmur, Vaudésir), Chablis 1ers crus (Beauroy, Fourchaume, Les Lys, Mont de milieu, Montmains, Montée de Tonnerre, Vaulorent, Vaillons), Chablis und Petit Chablis. Der Weinberg erstreckt sich über eine Fläche von 78 Hektar, die ausschließlich mit der Chardonnay-Rebsorte bepflanzt sind. Die im integrierten Weinbau bewirtschafteten Reben wachsen auf einem kimmeridgischen Boden (auf dem Sedimente abgelagert wurden, die aus großen Mengen kleiner fossiler Austern, Ostrea virgula, bestehen). Das Domaine William Fèvre erwarb im Januar 2015 die Zertifizierung Haute Valeur Environnementale. Zwei Drittel der Reben des Domaine werden seit 2006 biologisch bewirtschaftet und seit 2010 mit einem biodynamischen Ansatz.

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Parker-Bewertung WA

88 - 96

Burghound-Bewertung

89 - 97

Bewertung Revue des Vins de France

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Bewertung Bettane & Desseauve

15 - 19

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William Fèvre Chablis Grand cru Bougros 2005
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Bourgogne | Chablis Grand cru

William Fèvre Chablis Grand Cru Bougros 2005

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William Fèvre Chablis Grand Cru Bougros 2001
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Bourgogne | Chablis Grand cru

William Fèvre Chablis Grand Cru Bougros 2001

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William Fèvre Chablis Grand cru Vaudesir 1999
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Bourgogne | Chablis Grand cru

William Fèvre Chablis Grand cru Vaudesir 1999

114,00 € inkl. MwSt. pro Flasche
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Geschichte des Domaine William Fèvre

Die Familie Fèvre baut seit über 250 Jahren in Chablis Wein an. Doch erst 1959 bringt William Fèvre seine erste Ernte ein und gründet mit sieben geerbten Hektar offiziell das Domaine de la Maladière. Damals ist der Weinbau in Chablis durch die Reblaus, die Fröste von 1957 und jahrzehntelange Vernachlässigung schwer gezeichnet: Viele Premier- und Grand-Cru-Hänge liegen brach. William Fèvre erkennt darin eine historische Chance. Er bepflanzt die besten aufgegebenen Terroirs systematisch neu und vergrößert die Fläche des Weinguts auf fast fünfzig Hektar. Damit trägt er wie kaum ein anderer zur Wiederbelebung der Appellation und zu ihrem weltweiten Renommee bei.

1998 geht William Fèvre in den Ruhestand und übergibt das Weingut an Joseph Henriot, den damaligen Eigentümer von Bouchard Père & Fils in Beaune. Didier Séguier, der im Team von Beaune ausgebildet wurde, übernimmt die technische Leitung und die Verantwortung für den Keller. Er leitet einen entscheidenden Stilwechsel ein: Der Anteil neuer Fässer, ein bisweilen umstrittenes Markenzeichen der vorherigen Ära, wird drastisch reduziert. So kann das Terroir von Chablis reiner und mineralischer zum Ausdruck kommen. Das Weingut wächst weiter auf 78 Hektar und wird zum größten Grundeigentümer der Appellation. Im Januar 2024 geht es an Domaines Barons de Rothschild Lafite über. Damit beginnt ein neues Kapitel mit vielversprechenden Aussichten für dieses von der internationalen Kritik gefeierte Haus, das Burghound als glänzendstes Juwel von Chablis bezeichnet.

Terroirs und Reben des Domaine William Fèvre

Die Weinberge ruhen auf einem wahren geologischen Schatz: dem Kimmeridgium. Dieser vor rund 155 Millionen Jahren entstandene Untergrund ist reich an marinen Sedimenten, Algen und versteinerten Muscheln, darunter die für das Becken von Chablis typische kleine Auster Exogyra virgula. Aus dem Wechsel von Mergel und Kalk entstehen die Salzigkeit, die Spannung und jene jodige Note, die den Weinen von Chablis ihre Identität verleiht. Das Weingut ist heute der größte Eigentümer von Grand-Cru-Rebflächen der Appellation, mit Parzellen in sechs der sieben Climats, darunter fast die Hälfte des Grand Cru Bougros und ein besonders großer Anteil in Les Clos.

Die Weinberge verteilen sich auf etwa 90 Parzellen: von den steilen Hängen am rechten Ufer des Serein, wo die Grands Crus liegen, bis zu den Hängen am linken Ufer mit Vaillons, Montmains und Beauroy. Die Neigung kann extrem sein, etwa in der Lage Côte Bouguerots, wo der Hang fast 45 Grad steil ist und ausschließlich Handarbeit zulässt. Zum Pflügen wird der Pflug vom oberen Hangrand aus mit einer Seilwinde gezogen. Die Böden aller 90 Parzellen werden gepflügt, die Erträge bewusst begrenzt. Das Durchschnittsalter der Reben ist hoch; einige Parzellen in Montée de Tonnerre wurden bereits 1936 bepflanzt. Das Weingut setzt seit Langem auf einen umweltschonenden Weinbau und trägt die Auszeichnung Haute Valeur Environnementale. Ab 2006 führte es schrittweise ökologische Methoden ein, später auch biodynamische Prinzipien für die Premier und Grand Crus, bis schließlich die Bio-Zertifizierung erreicht wurde.

Vinifikation im Domaine William Fèvre

Die gesamte Ernte des Weinguts wird von Hand gelesen, selbst bei den einfachen Chablis-Weinen – eine Seltenheit in der Appellation. Die Trauben für die Grands Crus werden in kleinen Kisten geerntet, damit die Beeren unversehrt bleiben, und im Keller stets auf einem Sortiertisch verlesen. Auf eine langsame, fraktionierte Pressung folgt eine sorgfältige Vorklärung des Mosts. Die Gärung erfolgt anschließend teils im Edelstahltank, teils im Fass; das Verhältnis wird jedes Jahr an den Charakter des Jahrgangs angepasst.

Die Wahl der Fässer ist der Schlüssel zum Stil des Hauses. Seit dem Jahrgang 1998 verwendet das Weingut keine neuen Fässer mehr, sondern Barriques, die zuvor für einen Wein der Maison Bouchard genutzt wurden. Das Holz im Keller ist im Durchschnitt etwa fünf bis sechs Jahre alt. Die premiers crus werden zu 40 bis 50 % im Fass ausgebaut, die Grands Crus zu 70 bis 80 %. Petit Chablis, Chablis und Saint-Bris bleiben dagegen vollständig im Edelstahltank, um ihre Frische zu bewahren. Nach vier bis sechs Monaten Ausbau auf der Hefe werden die Partien aus Tank und Fass miteinander verschnitten; die Grands Crus reifen insgesamt vierzehn bis fünfzehn Monate. Das Ergebnis ist ein Sortiment von bemerkenswerter aromatischer Reinheit, in dem sich das Holz nie in den Vordergrund drängt und Mineralität und Frische die Hauptrolle spielen.

Die Cuvées des Domaine William Fèvre

Der Petit Chablis stammt von den Portlandium-Plateaus oberhalb der kimmeridgischen Hänge. Vollständig im Edelstahltank vinifiziert, ist er ein leichter, lebhafter und knackiger Chardonnay mit Noten von Zitrusfrüchten und grünem Apfel sowie einem salzigen Abgang. Ein idealer Aperitif und ein hervorragender Begleiter zu Austern.

Der Chablis Champs Royaux ist die charakteristische Cuvée der Village-Appellation. Er stammt aus Parzellen des Weinguts, von denen viele an Lagen der premiers crus grenzen. Im Tank ausgebaut, um seine Frische zu bewahren, entfaltet er ein Bouquet von weißen Blüten und Zitrone, einen geradlinigen, straffen Gaumen und jene klassische Mineralität, für die Chablis berühmt ist. Ein vorbildliches Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Chablis Domaine stammt ausschließlich von eigenen Rebflächen. Er ist dichter und tiefgründiger, mit etwas mehr Fülle und einer ausgeprägten Salzigkeit, die den kimmeridgischen Untergrund hervorhebt.

Der Saint-Bris ist die Besonderheit des Sortiments: Er stammt aus der einzigen Appellation der Bourgogne, in der Sauvignon Blanc zugelassen ist. Die Parzellen liegen an nordöstlich und nordwestlich ausgerichteten Hängen mit Böden aus Steinen, hartem Kalk und schluffigem Ton. Nach einer zwölfstündigen Maischestandzeit vor der Gärung wird der Wein vollständig in Edelstahl ausgebaut. Das verleiht ihm bemerkenswerte Geradlinigkeit und Frische mit Noten von Buchsbaum, Zitrusfrüchten und Feuerstein.

Der Chablis 1er Cru Beauroy ist der ideale Einstieg in die premiers crus des Weinguts. Fèvre bewirtschaftet hier 1,12 Hektar im Unterclimat Troësmes. Steile Hänge und flachgründige Ton-Kalk-Böden verleihen dem Wein Finesse und Eleganz, während die süd-südöstliche Ausrichtung für eine gewisse Fülle sorgt. Ein zugänglicher, charmanter Wein.

Der Chablis 1er Cru Côte de Léchet wächst am linken Ufer des Serein auf einem steilen Kalkhang. Er ergibt einen lebhaften, geradlinigen Wein mit ausgeprägten Noten von Feuerstein und Zitrusfrüchten und einem prägnanten Abgang.

Der Chablis 1er Cru Vaillons umfasst 104 Hektar, die sich auf acht Climats verteilen. Das Weingut besitzt dort 3,65 Hektar in zwölf Parzellen. Die Trauben erreichen hier besonders früh ihre Reife. Das zeigt sich in Nuancen von Pfirsich, Ananas und Birne, einer schönen Aprikosenfrucht und einer feinen Salzigkeit, die den straffen, lebhaften Abgang trägt.

Der Chablis 1er Cru Les Lys ist eine raffinierte Ausprägung des Climats Vaillons. Er stammt aus einer 0,99 Hektar großen Parzelle, die einst der französischen Krone gehörte. Am oberen Hang gelegen und nach Osten ausgerichtet, wächst sie auf Ton über Kimmeridgium und bringt einen delikaten Wein mit geschmeidigem, charmantem Gaumen und großer Finesse hervor.

Der Chablis 1er Cru Montmains stammt von 3,68 Hektar, verteilt auf die drei Climats des Cru, mit besonders steinigen Böden. Die Parzelle Butteaux steuert Mineralität bei, Forêts die Frucht und Montmains die Fülle. Daraus gewinnt der Wein eine sehr frische Eleganz, mentholige Noten, einen klaren Gaumen und einen dichten, geradlinigen Abgang. Er ist schon jung zugänglich, besitzt aber auch ein gutes Lagerpotenzial.

Der Chablis 1er Cru Mont de Milieu verdankt seinen Namen dem Mont de Lieu, der traditionell die Grenze zwischen Bourgogne und Champagne markierte. Seine doppelte Ausrichtung nach Süden und Südwesten verleiht ihm eine sonnige Fülle, die von einer festen Mineralität ausbalanciert wird, mit Noten von gelben Früchten und milden Gewürzen.

Der Chablis 1er Cru Montée de Tonnerre gilt weithin als der bedeutendste Premier Cru von Chablis – wegen seiner Nähe zu den benachbarten Grands Crus und seiner geologischen Verwandtschaft mit ihnen. Das Weingut besitzt hier 2,24 Hektar in drei Lagen: Pied d'Aloup mit Ostausrichtung auf tiefgründigem Kimmeridgium, das Frische bringt; Chapelot mit Südausrichtung auf tiefen Böden, die für Fülle sorgen; und Côte de Bréchain mit Westausrichtung am oberen Hang, wo bereits 1936 Reben gepflanzt wurden. Der Wein ist intensiv, tiefgründig und von seltener Kraft. Er verbindet eine seidige Textur mit eleganter Mineralität und besitzt bemerkenswerte Spannung und Energie. Mindestens fünf Jahre lagern lassen.

Der Chablis 1er Cru Fourchaume erstreckt sich über die gegenüberliegende Seite des Hügels, auf dem Les Preuses und Bougros liegen. Die Parzellen des Weinguts befinden sich im östlichen Teil, ganz in der Nähe der Grands Crus. Ihre Böden ähneln denen der prestigeträchtigen Nachbarn und bringen ebenso kraftvolle Weine hervor, mit einem zusätzlichen Hauch Frische: kandierte Zitrusfrüchte, weiße Blüten und Austernschale, dazu ein voller, fleischiger Gaumen und ein salziger Abgang.

Der Chablis 1er Cru Vaulorent ist eine Lage innerhalb von Fourchaume, die unmittelbar an die Grands Crus anschließt und nur durch einen Weg von ihnen getrennt ist. Er ist der charaktervollste Premier Cru des Sortiments, mit einer eleganten, distinguierten Nase und dichter, tiefgründiger Struktur. Oft gilt er als potenzieller Grand Cru.

Der Chablis Grand Cru Bougros liegt am westlichen Fuß des Grand-Cru-Hügels, am steilsten Hang von Chablis. Das Weingut bewirtschaftet fast die Hälfte davon, überwiegend mit Reben aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Die flachgründigen Böden begrenzen die Erträge auf natürliche Weise und bringen einen kraftvollen, fleischigen und muskulösen Wein hervor. Struktur erhält er durch einen verlängerten Ausbau von vierzehn bis fünfzehn Monaten, teils auf der Hefe in gebrauchten Fässern.

Der Chablis Grand Cru Bougros Côte Bouguerots stammt aus einer 2,11 Hektar großen Parzelle an einem Hang mit einer Neigung von fast 45 Grad, ganz in der Nähe des Flusses. Diese Nähe erhöht das Frostrisiko, bewahrt im Sommer aber die Frische. Der Wein gewinnt dadurch eine durchdringende Intensität und Mineralität aus reinem Kimmeridgium: Zitrone, Austernschale, Anis und weiße Blüten, dazu eine lebhafte Säure und ein schier endloser Abgang. Viele Verkoster zählen ihn zu den absoluten Höhepunkten der Appellation.

Der Chablis Grand Cru Les Preuses wächst im oberen Teil des Climats auf dichtem Ton über Kalkstein, ergänzt durch eine tiefer gelegene Parzelle mit Südausrichtung. Er vereint Fülle, Anmut und Schwung in einem äußerst eleganten, sehr mineralischen Stil mit außergewöhnlichem Reifepotenzial.

Der Chablis Grand Cru Vaudésir stammt aus zwei nach Süden ausgerichteten Parzellen am Nordhang des Climats. Zusammen umfassen sie 1,20 Hektar im Herzen des Grand-Cru-Hangs. Die steileren Hänge bringen einen vollen, sonnigen Wein mit Aromen reifer gelber Früchte und Honig hervor, getragen von einer schönen Säure.

Der Chablis Grand Cru Valmur liegt in einer tief eingeschnittenen Mulde zwischen Les Clos und Vaudésir. Er ergibt einen kraftvollen, körperreichen Wein mit tiefgründiger, kalkiger Mineralität, der mehrere Jahre braucht, um seine ganze Komplexität zu entfalten.

Der Chablis Grand Cru Les Clos ist der größte und prestigeträchtigste der Grands Crus. Mit acht überwiegend am oberen Hang gelegenen Parzellen und einem Rebalter von durchschnittlich über fünfzig Jahren ist das Weingut hier der bedeutendste Eigentümer. Das kühlere Mikroklima am Gipfel bringt einen Wein von bemerkenswerter Frische, Komplexität und Langlebigkeit hervor: den großen Wein des Weinguts, kraftvoll und salzig zugleich, mit beeindruckender Struktur.

Der Chablis Grand Cru Grenouilles, der kleinste der Grands Crus von Chablis, ergibt einen zarteren, aromatischeren Wein mit Noten von weißen Blüten und weißfleischigen Früchten und einer unmittelbar spürbaren Eleganz.

Der Chablis Grand Cru Blanchots am südöstlichen Ende des Hangs zeichnet sich durch florale Finesse und aromatische Delikatesse aus. Er ist subtiler und duftiger als seine Nachbarn und besitzt einen langen, salzigen Abgang.

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