Hauvette

Die Weine von Domaine Hauvette: zum besten Preis kaufen

Nach ihrer Ankunft in den Alpilles bei Saint-Rémy-de-Provence gab Dominique Hauvette dem Weingut ihren Namen. 1988 führte sie, beraten von Eloi Dürrbach vom Domaine de Trevallon, auf den damals nur 2 Hektar Rebfläche des Weinguts ihre erste Lese durch. Von Anfang an wollte sie hochwertige und lagerfähige Weine erzeugen. Auch 30 Jahre nach ihrer Niederlassung folgt die Winzerin ihrer Intuition: Sie arbeitet biodynamisch und vinifiziert ohne Schwefelzusatz, die Rotweine in Zementamphoren. Die inzwischen fast 17 Hektar Rebfläche des Domaine Hauvette auf Ton-Kalk-Böden sind hervorragend gepflegt.

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Provence | Baux de Provence

Hauvette Baux de Provence Petra 2015 Rosé

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Provence | Alpilles IGP

Hauvette Fugue 2020

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Die Geschichte von Domaine Hauvette

Die Geschichte des Weinguts erzählt von einem bewussten Richtungswechsel. Dominique Hauvette, zunächst Juristin, dann Skilehrerin und begeisterte Distanzreiterin, verlässt Ende der 1980er-Jahre Savoyen und lässt sich in Saint Rémy de Provence im Herzen der Alpilles nieder. Sie erwirbt zwei Hektar Rebfläche und bringt 1988 ihre erste Ernte ein – ohne ursprüngliche Ausbildung im Weinbau, aber mit einer Intuition und einem hohen Anspruch, die ihren Weggefährten sofort auffallen. Éloi Dürrbach von Domaine de Trevallon und später Laurent Vaillé von La Grange des Pères begleiten sie bei ihren Anfängen und ermutigen sie, ihren eigenen Weg zu gehen.

Der Weinberg wächst nach und nach auf rund 15 Hektar an, verteilt auf die Appellation Les Baux de Provence und die IGP Alpilles. 2003 vollzieht das Weingut nach Jahren des biologischen Anbaus mit der Umstellung auf Biodynamie einen entscheidenden Schritt. Seit dem Jahrgang 2018 werden die meisten Cuvées als IGP Alpilles vermarktet – eine Entscheidung für mehr Freiheit, um sich von den Verschnittvorgaben der Appellation zu lösen und jede Parzelle und jede Rebsorte kompromisslos zum Ausdruck zu bringen. Die Anerkennung kam ohne großes Aufheben: drei Sterne im Guide des meilleurs vins de France, vier Sterne bei Bettane und Desseauve sowie die Auszeichnung zur Winzerin des Jahres 2020. Domaine Hauvette gilt heute als eine der maßgeblichen Adressen für Weine aus der Provence.

Terroirs und Weinberge von Domaine Hauvette

Der Weinberg liegt am Nordhang des Alpilles-Massivs – eine unter diesem mediterranen Klima entscheidende Ausrichtung: Sie bewahrt die Säure, verlangsamt die Reifung und verleiht den Weinen jene Frische, die den Stil des Hauses prägt. Die Ton-Kalk-Böden sind oft karg, steinig und steil und von Quarzsplittern durchsetzt, darunter Karneol, jener orangefarbene Stein, der der wichtigsten Cuvée ihren Namen gab. Eine Vermentino-Parzelle erstreckt sich dagegen über das Kalksteinplateau von Eyragues und zeigt eine andere Facette des Terroirs der Alpilles. Kühle Nächte und der Mistral mindern den Krankheitsdruck und fördern die natürliche Konzentration der Trauben.

Die Rebflächen sind zu etwa 70 % mit roten Sorten (Grenache Noir, Syrah, Cabernet Sauvignon, Cinsault und Carignan) und zu 30 % mit weißen Sorten (überwiegend Roussanne sowie Marsanne, Clairette und Vermentino) bepflanzt. Auf einigen Parzellen wachsen verschiedene Rebsorten gemeinsam in derselben Reihe – eine alte Praxis, die schon im Weinberg die Ausgewogenheit der Assemblage fördert. Die biodynamische Bewirtschaftung umfasst eine flache Bodenbearbeitung, Pflanzenpräparate, die Beachtung der Mondrhythmen und den vollständigen Verzicht auf synthetische Mittel. Die Erträge werden bewusst niedrig gehalten; die Lese erfolgt vollständig von Hand, mit einer ersten Selektion am Rebstock und einer zweiten im Keller.

Die Vinifikation bei Domaine Hauvette

Im Keller gilt die Philosophie, so wenig wie möglich einzugreifen. Die Trauben für die Rotweine werden vollständig entrappt und schonend wie bei einer Infusion verarbeitet, ohne Unterstoßen des Tresterhuts oder starke Extraktion, um die Feinheit der Tannine und die Klarheit der Frucht zu bewahren. Die Gärung beginnt ausschließlich mit weinbergseigenen Hefen, ohne Zugabe von Reinzuchthefen oder starke Eingriffe in die Temperaturführung. Die Trauben für die Weißweine werden als ganze Trauben schonend gepresst, ohne Maischestandzeit, und anschließend auf der Feinhefe ausgebaut, um mehr Textur und Tiefe zu entwickeln.

Der Ausbau ist das eigentliche Markenzeichen des Weinguts. Dominique Hauvette gehörte in der Provence zu den Ersten, die Betoneier ohne Metallbewehrung einsetzten. Darin zirkuliert der Wein auf natürliche Weise und gewinnt an Rundheit, ohne je Holznoten anzunehmen. Hinzu kommen konische Tanks, alte große Holzfässer und einige Barriques, die je nach Cuvée und Jahrgang ausgewählt werden. Der Schwefeleinsatz wird auf ein Minimum reduziert, manchmal ganz darauf verzichtet, auch bei der Abfüllung. Die Weine werden weder geschönt noch filtriert und erst mehrere Jahre nach der Abfüllung verkauft – eine bewusste Geduld, die ihre Reife beim Verkosten erklärt.

Die Cuvées von Domaine Hauvette

Dolia ist die große Weißwein-Cuvée des Weinguts, eine Assemblage aus Marsanne, Roussanne und Clairette von gemischt bepflanzten Rebflächen. Sein Name verweist auf die Dolia, antike Vorratsgefäße für Wein, und spielt damit auf den langen Ausbau auf der Hefe in Betoneiern an. Vollmundig, salzig und leicht rauchig entfaltet er Noten von Fenchel, Lindenblütentee, Kräutern und Ananas, mit edlen Bitternoten im Abgang. Ein lagerfähiger Weißwein von einer in der Provence seltenen Komplexität.

Jaspe ist ein reinsortiger Roussanne von den besonders steinigen Ton-Kalk-Hängen. Zugänglicher als Dolia, aber ebenso vielschichtig, verbindet er geschmeidige weißfleischige Frucht mit mineralischer Spannung und einem leicht bitteren, langen Abgang. Ein eleganter, ausgewogener Weißwein, ideal als Aperitif oder zu Fisch aus dem Mittelmeer.

Clairette rückt als sortenreine Cuvée die alten Clairette-Reben ins Licht, die gewöhnlich in die Assemblage von Dolia einfließen. Die ganzen Trauben werden ohne Maischestandzeit gepresst; der Wein wird ohne Schwefel in Betoneiern vergoren und ausgebaut. So soll der Herkunftsort möglichst unverfälscht zum Ausdruck kommen, mit einer beeindruckend knackigen Frucht und Frische. Eine strahlende, eigenständige Interpretation einer oft unterschätzten Rebsorte.

Fugue ist die jüngste Kreation des Weinguts, ein reinsortiger Vermentino vom Kalksteinplateau von Eyragues. Direktpressung, neun Monate Ausbau auf der Hefe im Edelstahltank und Vinifikation ohne zugesetzte Sulfite: Der Wein setzt auf Bekömmlichkeit und zeigt Noten von Weißdorn, Mandel, exotischen Früchten und milden Gewürzen, mit einer angenehmen Bitternote im Abgang.

Pétra ist der Rosé des Weinguts, überwiegend aus Cinsault, ergänzt durch Syrah und Grenache. Fernab der üblichen Provence-Rosés ist er ein echter Speisenbegleiter: strukturiert und lebendig, mit Noten von Himbeere, Waldfrüchten und Blüten sowie einem Hauch weißem Pfeffer. Er passt ebenso gut zur mediterranen Küche wie zu Fisch mit Sauce.

Roucas ist der Einstieg in die Weinwelt von Hauvette: eine Assemblage aus Grenache und Syrah, ergänzt durch Cabernet Sauvignon und Cinsault, häufig von den jüngsten Reben. Saftig, fruchtig und nach Garrigue-Kräutern duftend, bereitet er sofort Trinkvergnügen und bewahrt dabei die Geradlinigkeit und Frische des Hauses.

Cornaline ist der charakteristische Rotwein des Weinguts, der traditionell unter der Appellation Les Baux de Provence erzeugt wurde. Die Assemblage besteht überwiegend aus Grenache, ergänzt durch Syrah und Cabernet Sauvignon. Ihren Namen verdankt sie einer Quarzvarietät, die in kleinen Mengen auf dem Plateau vorkommt. Je nach Jahrgang in Betoneiern, konischen Tanks und alten großen Holzfässern ausgebaut, begeistert der Wein mit Aromen von Kirsche, Backpflaume, schwarzer Olive, Garrigue und Trüffel, einer fleischigen Textur und einem frischen, beinahe minzigen Abgang. Ein kraftvoller, charaktervoller Wein, der dekantiert werden sollte und noch einige Jahre reifen kann.

Améthyste ist die große lagerfähige Cuvée, die überwiegend aus Cinsault besteht, ergänzt durch Carignan und Grenache, und etwa ein Jahr in Betoneiern ausgebaut wird. Das Ergebnis ist ein blumiger, duftiger Rotwein mit Noten von Rose, zerdrückten Erdbeeren, Kirsche und frischen Kräutern, bemerkenswert feinen Tanninen und einer Lebendigkeit, die sich über die Jahrgänge hinweg zeigt. Selten und sehr begehrt.

Cinsault entstand nach dem Frost von 2021, als Dominique Hauvette einige verschonte Cinsault-Reben auswählte, um daraus eine eigenständige Cuvée zu erzeugen. Spontangärung mit weinbergseigenen Hefen und Ausbau in eiförmigen Betontanks: Der Wein ist saftig, mit beispielhaft klarer Frucht, getragen von einer tiefgründigen und zugleich ausgesprochen bekömmlichen Struktur. Viele Verkoster zählen ihn zu den herausragenden Weinen der jüngeren Zeit aus dem Gebiet Les Baux de Provence.

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