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Das Weingut Arnaud et Malou Greiner ist ein handwerkliches und wenig bekanntes Projekt, das in Liesle liegt, einem kleinen Dorf im Doubs an den Toren des Jura, in der Nähe von Besançon. Auf kaum einem Hektar alter Reben, die auf Mikroparzellen inmitten von Wäldern verteilt sind, keltert Arnaud Greiner – nebenbei die rechte Hand von Étienne Thiebaud im Domaine des Cavarodes – gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Malou naturreine Weine von großer Reinheit. Das von Ecocert bio-zertifizierte Weingut arbeitet mit den emblematischen Rebsorten des Jura (Chardonnay, Savagnin, Trousseau, Poulsard, Pinot Noir, Melon à Queue Rouge), ohne zugesetzten Schwefel, ohne Schönung und ohne Filtration.
Die Geschichte des Domaine Arnaud et Malou Greiner ist die eines menschlichen Projekts, zu zweit und in vollster Stille verwirklicht. Arnaud Greiner, ein leidenschaftlicher junger Winzer, hat sich über mehrere Jahre an der Seite verschiedener Winzer im Jura ausgebildet, bevor er zur rechten Hand von Étienne Thiebaud beim Domaine des Cavarodes wurde, einer absoluten Referenz für den naturnahen Weinbau in der Region. Diese langjährige Erfahrung hat ihm die Liebe zu fein ziselierten Weinen, zu Spontanvergärungen und zu einem respektvollen Umgang mit dem Lebendigen vermittelt.
Parallel zu seiner Tätigkeit bei den Cavarodes begann Arnaud, seine eigenen Trauben auf winzigen Parzellen rund um das Dorf Liesle im Doubs zu vinifizieren. Die erste kommerzielle Abfüllung des Weinguts stammt aus dem Jahr 2018. An der Seite seiner Partnerin Malou hat er nach und nach eine exklusive Kollektion aufgebaut, deren Etiketten von der Illustratorin Cécile Mouget gestaltet wurden und die schnell zu einer der begehrtesten unter Liebhabern natürlicher Weine aus Frankreich und aller Welt wurde. Die Mengen bleiben verschwindend gering (kaum einige Tausend Flaschen), was jede Cuvée zu einer echten Rarität macht.
Das Weingut bewirtschaftet insgesamt knapp unter einem Hektar, aufgeteilt auf sechs Mikroparzellen zwischen dem Jura und dem Doubs rund um Liesle. All diese Parzellen zeichnen sich dadurch aus, dass sie am Waldrand oder mitten im Wald liegen, geschützt vor den landwirtschaftlichen Behandlungen der Umgebung. Die Böden vereinen tiefe Tone (bis zu vierzig Zentimeter Mächtigkeit) auf kalkhaltigem Untergrund, Kalkmergelböden, die dem Savagnin zuträglich sind, sowie typisch franc-comtois geprägte Terroirs, die den Weinen Salzigkeit, Mineralität und Spannung verleihen.
Die Rebsortenausstattung ist ein wahres Patchwork aus jurassischen und alten Rebsorten: Chardonnay, Savagnin, Melon à Queue Rouge (eine seltene, lange vergessene Sorte mit geringen Erträgen und dünner Schale), Poulsard, Trousseau, Pinot Noir sowie einige alte Sorten. Manche Reben überschreiten ein Alter von achtzig Jahren und wurzeln tief im Fels, um dessen mineralische Quintessenz zu gewinnen. Alle Arbeiten im Weinberg werden von Hand ausgeführt, teils mit dem Pferd, im zertifizierten ökologischen Landbau und inspiriert von biodynamischen Prinzipien, mit absoluter Sorgfalt für die Biodiversität und die Vitalität der Böden.
Im Keller praktiziert Arnaud Greiner beinahe mönchische Vinifikationen in der direkten Tradition der großen Naturweine des Jura. Die von Hand gelesenen Trauben werden behutsam gepresst (oft als Direktpressung bei den Weißweinen) und vergären dann spontan dank der einzigen, auf den Beeren vorhandenen indigenen Hefen. Es werden keinerlei Zusatzstoffe hinzugefügt, und vor allem kein Schwefel, weder im Tank noch bei der Abfüllung.
Die Ausbauzeiten sind lang, in der Regel zwei Jahre in alten Fässern oder in 600-Liter-Eichenfudern, manchmal verlängert in Fibertanks, damit sich die Hefe auf natürliche Weise absetzen kann und so jede Schönung oder Filtration bei der Abfüllung vermieden wird. Diese Disziplin ermöglicht eine durch die Porosität des Holzes kontrollierte Oxidation und bringt reine, vibrierende, tief saline Weine hervor, die mit einer seltenen Energie und einer aromatischen Präzision ausgestattet sind, welche die Handschrift des Weinguts ausmachen.
Sortie de Route (blanc): die emblematischste Cuvée des Weinguts, vinifiziert aus Chardonnay von einer Mikroparzelle von etwa dreißig Jahren, gepflanzt auf tiefen Tonböden über kalkhaltigem Muttergestein. Direktpressung, Spontanvergärung, anschließend zwei Jahre Ausbau in 600-Liter-Eichenfudern auf der Hefe. Abfüllung ohne Schönung und ohne Filtration. Der Wein präsentiert sich frisch und duftig, mit Zitrusfrüchten und einem Hauch Mineralität, mit einem delikaten, eleganten und saftigen Gaumen. Ein Chardonnay aus dem Jura von großer Reinheit, jung zu genießen.
La Sortie de Route (rouge): das rote Pendant zur vorherigen Cuvée, vinifiziert aus den für den Jura typischen Rotweinrebsorten (Pinot Noir, Trousseau, Poulsard je nach Jahrgang). Vinifikation in ganzen Trauben oder halben Trauben je nach Jahr, Spontanvergärung und Ausbau in alten Fässern, ohne zugesetzten Schwefel. Ein glou-glou-Wein, fruchtig, bekömmlich und aufrichtig, der den luftigen und präzisen Stil von Arnaud Greiner perfekt widerspiegelt.
Lavenard: Cuvée aus 100 % Savagnin von einer kleinen Parzelle auf Kalkmergelböden. Vinifiziert und fast zwei Jahre in alten Fässern ausgebaut, ohne zugesetzten Schwefel. Der Savagnin, der seine Wurzeln tief in den Fels senkt, ergibt hier einen Wein von beeindruckender Mineralität, saftig und salzig, mit großer aromatischer Reinheit. Ein ziselierter Ausdruck einer der emblematischen Rebsorten des Jura.
Les Vieilles Gallines: Weiße Cuvée aus dem seltenen Melon à Queue Rouge, einer alten, lange vergessenen Rebsorte, die von den Greiners auf einer kleinen Bioparzelle auf Kalkmergelböden angebaut wird. Manuelle Lese, Direktpressung, Spontanvergärung in Tanks, anschließend zwei Jahre Ausbau in alten Fässern. Die Farbe ist golden, die Nase bietet Noten von Zitrusfrüchten und weißen Blüten, getragen von einer mineralischen Nuance, der Gaumen ist lebendig, fast salzig und von großer Frische. Eine botanische und önologische Rarität.
La Cart'Ouche: eine üppige und zugängliche rote Cuvée, ein Assemblage aus Pinot Noir, Poulsard und Trousseau. Natürliche Vinifikation, ohne Schwefel, kurzer Ausbau in alten Fässern. Der Wein zeigt sich klar, leicht trüb, fruchtig, erfrischend und sollte in seiner Jugend frisch getrunken werden. Das Etikett stellt mit Humor Arnauds Winzernachbarn in Form von Porträts dar – ein Augenzwinkern in Richtung des Dorfes Liesle.
Le Précieux: Cuvée aus dem vom Frost geprägten Jahrgang 2021, in der Arnaud Greiner die Trauben assembliert hat, die normalerweise Les Vieilles Gallines (Melon à Queue Rouge) und Lavenard (Savagnin) ergeben hätten. In winziger Menge produziert, vereint dieser außergewöhnliche Weißwein aromatische Tiefe, Lebendigkeit, perfekt ausgewogene Säure und große Frische. Eine in vielerlei Hinsicht kostbare Cuvée, ihrem Namen vollkommen würdig.
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