Pignier

Domaine Pignier in Montaigu: ein traditionsreiches Weingut im Jura

Die Weine von Domaine Pignier: zum besten Preis kaufen

Das Domaine Pignier liegt hoch über Montaigu oberhalb von Lons-le-Saunier und zählt zu den großen Namen des Weinbaugebiets Jura sowie zu den historischen Wegbereitern der Biodynamie in Frankreich. Das Weingut ist im Keller der Kartäuser untergebracht, einem ehemaligen Kloster mit Gewölbekellern aus dem 13. Jahrhundert. Die Familie Pignier bewirtschaftet die Weinberge seit 1794; heute stehen die siebte und achte Generation dafür ein. Auf rund zwölf Hektar in der Appellation Côtes du Jura, Demeter-zertifiziert, erzeugt sie die gesamte Bandbreite der Jura-Weine.

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Pignier Côtes du Jura Sauvageon 2018
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Bio
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Weiß
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Pignier Côtes du Jura Sauvageon 2018

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Pignier Côtes du Jura GPS Vin Blanc d'Antan 2022
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Biodynamie
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Weiß
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Pignier Côtes du Jura GPS Vin Blanc d'Antan 2022

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Pignier Côtes du Jura Trousseau 2022
Bio
Biodynamie
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Rot
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Jura | Côtes du Jura

Pignier Côtes du Jura Trousseau 2022

32,40 € inkl. MwSt. pro Flasche
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Geschichte von Domaine Pignier

Alles beginnt im 13. Jahrhundert mit den Kartäusermönchen, die als Erste Reben an den Hängen von Montaigu vor den Toren von Lons-le-Saunier pflanzen, an den Ausläufern des jurassischen Revermont. Sie errichten dort einen Weinkeller und gotische Gewölbekeller, die bis heute unversehrt erhalten sind und den Stolz des Weinguts bilden. Während der Revolution säkularisiert, wird das Anwesen als Nationalgut verkauft und ist kurzzeitig im Besitz von Rouget de Lisle, bevor es 1794 von der Familie Pignier erworben wird, die es seither nicht mehr verlassen hat. Im Dorf Montaigu, einer ehemaligen Festung zum Schutz der Salinen von Lons-le-Saunier, gibt es heute nur noch einen professionellen Weinbaubetrieb: den der Familie Pignier.

Die Kinder von Paulette und François Pignier, Marie-Florence, Antoine und Jean-Étienne, übernehmen Anfang der 1990er-Jahre gemeinsam die Leitung des Weinguts. Sie vollziehen einen radikalen Wandel und stellen Weinbau, Vinifikation und Weinstil infrage. Erste Versuche mit biologischem Anbau beginnen 1998, 2002 wird der gesamte Weinberg auf biodynamischen Anbau umgestellt, und 2003 folgt die Demeter-Zertifizierung – zu einer Zeit, als man diesem Ansatz in der Region noch skeptisch gegenüberstand. Thibaut, Antoines Sohn, schließt sich 2022 seinen Verwandten an und repräsentiert die achte Generation. Mit zwei Sternen im Guide de la Revue du Vin de France ausgezeichnet und vom Guide Hachette mehrfach prämiert, gilt das Weingut als einer der besten Botschafter des Jura.

Terroirs und Reben von Domaine Pignier

Die Rebfläche umfasst rund zwölf Hektar in der AOC Côtes du Jura. Sie verteilt sich auf die Hänge zweier Kerbtäler, des Val de Vallière und des Val de Sorne, die Montaigu einrahmen. Zwei Lagen prägen das Weingut. En Boivin ist nach Osten und Nordosten ausgerichtet und umfasst 5,5 Hektar Reben auf glimmerhaltigem Tonmergel aus dem Lias und sandigem Kalkstein. Sie liegen inmitten eines 14 Hektar großen Anwesens mit Teichen, Gehölzen und Tiergehegen. Les Gauthières ist nach Süden und Südwesten ausgerichtet und umfasst 6 Hektar auf buntem Keupermergel und Gryphäenkalk, mit Böschungen, Obststräuchern und einem Bach, der die Parzelle durchquert. Eine kleine, 55 Ar große Parzelle namens Derrière la Ville auf Kalkgeröll ist dem Trousseau vorbehalten.

Die Biodynamie prägt die gesamte Arbeit im Weinberg: Hornmist, Hornkiesel, Kräutertees, zwischen den Rebzeilen gesäte und vor Ort angebaute Ackerbohnen sowie die schrittweise Instandsetzung alter Trockenstein-Stützmauern. Apfel-, Mirabellen- und Birnbäume wurden mitten in den Parzellen neu gepflanzt, um die Artenvielfalt von vor einem Jahrhundert wiederherzustellen. Neben Chardonnay, Savagnin, Trousseau (in vier verschiedenen Massenselektionen) und Poulsard bewahrt das Weingut eine wertvolle Sammlung alter Rebsorten aus der Zeit vor den Appellationen: Argant, Petit Béclan, Enfariné, Gamay Blanc und Melon à queue rouge. Die Lese erfolgt ausschließlich von Hand, mit Selektion im Weinberg und Transport in kleinen Kisten.

Vinifikation bei Domaine Pignier

Das Weingut lehnt zugekaufte Trauben kategorisch ab: Alle Cuvées stammen ausschließlich aus eigener Ernte. Die Pressung erfolgt langsam; die Gärung beginnt mit den natürlichen Hefen aus den Parzellen, ohne zugesetzte Hefe, ohne Chaptalisation und ohne jegliche önologischen Zusatzstoffe. Für die Rotweine werden die Trauben entrappt, aber niemals gepumpt. Ein Gäransatz wird mit den hauseigenen Hefen vorbereitet, und die Maischestandzeit orientiert sich an einem 28-tägigen Mondzyklus. Die Erträge werden bewusst niedrig gehalten: beim Trousseau, auf den sich das Haus spezialisiert hat, liegen sie bei rund 30 Hektolitern pro Hektar.

Die Keller aus dem 13. Jahrhundert beherbergen eine bemerkenswerte Vielfalt an Behältern: große Holzfässer, 228-Liter-Eichenfässer, 500-Liter-Fässer, Betoneier und eiförmige Betontanks, rautenförmige Tanks sowie Krüge und Amphoren aus Terrakotta. Je nach Cuvée dauert der Ausbau zwölf bis vierzig Monate: florale Weißweine werden dabei aufgefüllt, traditionelle Weine reifen ohne Auffüllen unter einem Hefeschleier. Die Schwefelgaben sind sehr gering: etwa 15 bis 20 mg/l bei Rotweinen und 20 bis 50 mg/l bei trockenen Weißweinen. Mehrere Cuvées werden ganz ohne zugesetzte Sulfite vinifiziert. Die Abfüllung erfolgt an einem Blütentag nach dem Mondkalender; verschlossen werden die Flaschen mit brandmarkierten Naturkorken.

Die Cuvées von Domaine Pignier

GPS: der Weißwein nach alter Art des Weinguts aus einer traditionell gemischt bepflanzten Parzelle im Kerbtal Val de Sorne. Er besteht aus etwa 40 % Gamay Blanc (der lokale Name für Chardonnay), 40 % Poulsard und 20 % Savagnin, ergänzt durch eine Auswahl alter Rebsorten. Die drei Hauptrebsorten werden gemeinsam gepresst, ohne Schwefelzusatz in Fässern ausgebaut und sieben Monate nach der Lese abgefüllt. Blassgoldene Farbe, ein florales und fruchtiges Bukett sowie ein würziger, kristallklarer Geschmack.

Chardonnay de la Reculée: Er stammt aus dem Kerbtal Val de Vallière, von fossilreichen, dunklen, glimmerhaltigen blauen Mergelböden und aus einer Massenselektion des Melon à queue rouge. Langsame Pressung, Füllung in Eichenfässer ohne Vorklärung oder Abstich, regelmäßiges Aufrühren der Hefe und Auffüllen über zwölf bis achtzehn Monate. Ein floraler, vollmundiger und frischer Weißwein, ideal zu Krustentieren und gegrilltem Fisch.

Gamay Blanc: Diese Cuvée ist eine Hommage an die traditionelle jurassische Bezeichnung für Chardonnay. Sie stammt aus alten lokalen Selektionen des Weinguts und zeichnet sich durch ihre klare Frucht und Spannung aus. In den kühlen Kellern der Kartäuser ausgebaut, bringt sie die Mergelböden von Montaigu unmittelbar und strahlend zum Ausdruck.

Sauvageon: der aufgefüllte Savagnin des Hauses, gewachsen auf Lias-Mergel in der Parzelle En Boivin. Nach langsamer Pressung vergärt und reift er zwölf Monate in einem Betonei, wo die ständige Bewegung der Hefe den Wein bereichert und seinen mineralischen Ausdruck verstärkt. Blassgoldene Farbe, großzügiges, intensives Bukett und am Gaumen von bemerkenswerter Finesse und Reinheit.

Cellier des Chartreux: ein Chardonnay aus den Reben von En Boivin, der vier Jahre lang ganz in jurassischer Tradition unter einem Hefeschleier reift. Reichhaltig und vollmundig entfaltet er Noten von frischer Walnuss, Apfel und Gewürzen, bei bemerkenswerter Länge. Ein langlebiger Weißwein, der die Verkoster der Weinführer schon mehrfach überzeugt hat.

Savagnin: der traditionelle Savagnin, der mehrere Jahre in den Gewölbekellern ohne Auffüllen unter einem Hefeschleier reift. Kraftvoll, geprägt von grüner Walnuss, Curry und einer lebendigen Salzigkeit, ist er der ideale Begleiter zu gereiftem Comté, Fisch in Sauce und Gerichten mit Morcheln.

Poulsard: Schonend und ohne Extraktion vinifiziert, setzt dieser sehr hellfarbige Rotwein auf Finesse und Frische. Kleine rote Beeren, milde Gewürze und getrocknete Blüten ergeben einen leichten, bekömmlichen Wein mit sehr geringer Schwefelung, der leicht gekühlt serviert werden sollte.

Trousseau: die Spezialität des Hauses, unter anderem aus der voll nach Süden ausgerichteten Parzelle Derrière la Ville auf Kalkgeröll. Lange Maischestandzeit, abgestimmt auf den Mondzyklus, und zehnmonatiger Ausbau in Eichenfässern und 500-Liter-Fässern. Granatrote Farbe, ein Bukett von reifen roten Früchten, Gewürzen und animalischen Noten, spürbare, aber seidige Tannine und schöne Frische im Abgang.

Trousseau Les Gauthières: die Lagenabfüllung aus Trousseau-Reben, die auf Gryphäenkalk am Südwesthang wachsen und in Terrakottakrügen ausgebaut werden. Tiefgründiger und komplexer als der klassische Trousseau, gewinnt er an Spannung und mineralischer Präzision und ist mehrere Jahre lagerfähig.

À Table avec Léandre: eine überraschende, nur in kleiner Menge erzeugte Cuvée aus alten roten Rebsorten, die das Weingut bewahrt hat. Dazu zählen Argant, Petit Béclan und Enfariné, die alle aus der Zeit vor der Reblaus und den Appellationen stammen. Ein eigenständiger, frischer Wein voller Erinnerung, der vom Jura vor der Einführung der AOC erzählt.

Vin Jaune: Er wird aus Savagnin-Trauben von En Boivin erzeugt und reift mehr als sechs Jahre ohne Auffüllen oder Abstich unter einem Hefeschleier, bevor er in 62-cl-Clavelins abgefüllt wird. Grüne Walnuss, Curry, Safran und Trockenfrüchte prägen diesen Wein von seltener Intensität, der Jahrzehnte überdauern kann. In den Kellern des Weinguts lagern übrigens Flaschen, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen.

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